Digitale Bildung für KMU
„Mensch, Herr Meyer, bevor wir jetzt ewig hin- und herschreiben: Wollen wir das kurz per Videokonferenz besprechen? Ich zeige Ihnen das eben am Bildschirm.“ Totenstille in der Leitung. Ich höre das Knistern in der Verbindung, dann ein kurzes Schnaufen. „Frau Braun-Speck“, sagt er schließlich mit einer Mischung aus Stolz und Resignation, „ich bin Handwerker – sowas kann ich nicht.“
Szenenwechsel: Auf einer KI-Veranstaltung einer Hochschule. Teilnehmer aus Klein- und Mittelstand jeder Branche sind dabei – Fach- und Führungskräfte. Die Professoren hauen ihre theoretischen Kenntnisse in Kurzvorträgen heraus – mit Charme. Aber: verständnislose Gesichter blicken sie an. Einige gehen nach einer Weile einfach – frustriert. Das war alles zu weit weg von anwendbarer Praxis.
Der digitale Graben im Klein- und Mittelstand
Solche Momente machen mich nachdenklich. Sie zeigen mir die Realität in unserer Welt des Klein- und Mittelstands, abseits von Hochglanz-Broschüren über die Digitalisierung. Es ist ein Kampf um Anschluss, den viele gestandene Unternehmer gerade im Stillen führen, während sie gleichzeitig den Betrieb am Laufen halten.
Lange Zeit habe ich digitale Bildung im klassischen Bildungssystem, für Lehrkräfte und Schüler:innen, geleistet. Doch die bittere Wahrheit ist: Es gibt kaum noch finanzielle Mittel dafür – trotz hohem Bedarf. Ich habe versucht, dort zu helfen, wo digitale Bildung am dringlichsten erschien: Doch wer als Selbstständiger liefern will, wird vom System oft ausgebremst. Deshalb ziehe ich die Konsequenz:
Ich kehre dorthin zurück, wo zeitgemäßes Handeln zählt und der Bedarf an digitalem Wissen ebenfalls groß ist – in KMU-Betrieben und Institutionen.
25+ Jahre IT-Expertise für echte Praktiker
Dass ich diesen Weg gehe, ist kein Zufall. Ich habe 20 Jahre lang in der IT-Personalbranche gearbeitet (als selbstständige Unternehmerin). In dieser Zeit habe ich die digitale Transformation von der Pike auf miterlebt – ich weiß, wie Software entwickelt wird, wie Märkte sich durch Technik verändern und welches enorme Potenzial in der Künstlichen Intelligenz (KI) steckt.
Dieses tiefe Verständnis für Digitales ist mein Fundament. Aber meine Erfahrung hat mir auch gezeigt: IT nützt nichts, wenn sie die Menschen nicht erreicht. Die Geschichten vom Telefonat und dem KI-Event sind keine Einzelfälle. Viele Betriebe nutzen digitale Möglichkeiten nur zögerlich, weil die Hürden zu hoch und die Erklärungen zu theoretisch erscheinen.
Digitale Bildung auf Augenhöhe
Dabei entscheidet genau das über die Zukunft. Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie ist ein Querschnittsthema und bestimmt darüber, ob Kunden das Unternehmen online überhaupt noch finden, ob Azubis die Firma als attraktiven Arbeitgeber wahrnehmen und wie effizient die Abläufe im Betrieb funktionieren. Sagt ein Inhaber „Ich kann das nicht“, fehlt schlicht jemand, der auf Augenhöhe zeigt, wie es einfach und sicher geht.
Ich übersetze „Digital-Sprech“ und mein Wissen aus 2 Jahrzehnten IT-Branche plus 9 Jahren Bildungsbranche in verständliche Lösungen. Ich vermittle das Wissen, damit kleine und mittlere Unternehmen ihre Website, ihre Portale und ihre digitale Kommunikation selbst beherrschen. Egal ob es um die Suche nach Fachkräften geht oder darum, wie KI lästige Schreibarbeit im Büro übernimmt.
Mein Ziel? Dass der Handwerker beim nächsten Mal ganz selbstverständlich sagt: „Schicken Sie mir den Link und wir besprechen das eben online.“










