Im Mittelpunkt der Corona-Krise steht insbesondere auch das Bildungssystem. Wie kann Schule funktionieren, wenn Schüler ständig in Quarantäne sitzen? Wie werden Lehrkräfte er- oder eingesetzt, die zu Corona-Risikogruppen gehören? Wie gelingt digitale Bildung krisengerecht und nachhaltig, wenn Erfahrung und Fachleute dafür fehlen? Endgeräte gerade erst geliefert und Lern-Management-Systeme im Quarantäne-Fall spontan eingerichtet werden? Das bei IT-Fachkräftemangel? Die Lösung in Kürze:

Freiberufler / Consultants unterstützen Schulen!

IT- / Digitalisierungs-Manager und Medien-Coaches werden in Schulen grundlegend gebraucht, um digitale Bildung nachhaltig gestalten zu können. Genauso wie in Firmen – auf Dauer. Mit Freelancer4Schools bzw. Consultants4Schools können aber auch akute Corona-Probleme gelöst werden: freiberufliche IT- und Medien-Experten könnten als Helfer in der Krise, als Lernbegleiter und Aushilfslehrkräfte eingesetzt werden, womit sogar drei Ziele erreicht werden würden:

  • Corona-bedingten Lehrermangel ausgleichen
  • Freiberuflern in der Krise ein Einkommen sichern
  • IT- und Medien-Knowhow in die Schulen bringen.

Hier könnte eine neue “Symbiose-Art” entstehen, meint Susanne Braun-Speck, Referentin für digitale Bildung und ehemalige IT-Personalvermittlerin.

Dieser Lösungsansatz wurde von mir (Susanne Braun-Speck, tiefenschaerfe) am 9.11.2020 auch der Personalabteilung des Bildungsminsteriums SH vorgeschlagen.

Ist-Situation Herbst 2020: Der Schulalltag ist von AHA-L-Regeln geprägt sowie von Bildung, die entweder im Eiltempo oder auf Sparflämme läuft. Einige Schulen setzen auf Vorarbeit und verlangen von Lehrkräften und Schülern 150% Leistung. Andere Schulen setzen auf Minimalismus und specken den Lehrplan auf das Notwendigste ab. Mögliche CoVid19-Erkrankungen und eventuelle Quarantänen erzeugen Druck und Stress – seit vielen Monaten! Die mangelnde Erfahrung mit Homeschooling, mit Fernunterricht, der pädagogischen Herangehensweise und der digitalen Technik dazu, sorgt zunehmend für Stress. Obwohl die Lehrkräfte teilweise in Sachen Lern-Management-Systemen, Online-Konferenzen führen, etc. mittlerweile geschult sind, Glasfaserleitungen, WLAN und mancherorts neue Endgeräte vorhanden sind, funktioniert es dennoch sehr, sehr häufig nicht. Und: Schüler werden darin noch längst nicht geschult. Sie müssen alles erproben und weitestgehend zusehen, wie sie klarkommen. Funktionierende und nachhaltige digitale Bildung ist das nicht.

„Oft bricht die Internetverbindung ab oder ist grundlegend zu schwach; bei Online-Konferenzen haben viele noch nicht einmal Ton – wie soll so digital kommuniziert werden? Außerdem sind auch Schüler zwar Smartphone-affin, aber nicht in der Anwendung von Tablets mit all seinen vielen Software-Anwendungen (APP´s) s und Tools geübt. In meinen Workshops erlebe ich seit Corona-Krisenbeginn ständig solche Situationen oder bekomme sie erzählt. Manchmal auch mit Beschwerden – ich hätte ja gesagt, das empfohlene Online-Konferenztool würde super funktionieren“, ist Braun-Specks Erfahrung.

Tut es auch, die Probleme liegen woanders. Aber wo?

Eins weiß die Referentin ganz sicher: Am Online-Konferenztool selbst liegt es nicht. Sie selbst nutzt BigBlueButton, welches seit 2007 für die Bildungsbranche entwickelt wird. Es ist datenschutzkonform und bietet mehr integrierte Funktionen als ähnliche Tools: zum Beispiel ein digitales Whiteboard als Tafelersatz. Wenn ihre Kursteilnehmer Zuhause sind und sich vor dort in die Onlinekurse einwählen, gibt es vereinzelt Verbindungsprobleme. Insbesondere dann, wenn die Teilnehmer im ländlichen Raum leben. Doch in Schulen vor Ort gibt es sehr oft, fast unlösbare Probleme mit Internetverbindungen bei allen Teilnehmern.

Was ist jeweils die tatsächliche Ursache dafür? Liegt es am (W)LAN der Schule? Am Landesserver? An den Endgeräten? Am Benutzer? An alten Kabeln oder falsch verlegten? An den Online-Konferenztools selbst liegt es nicht – möglicherweise aber an dem Server, auf dem sie installiert sind. Oder weil gerade Zuviele zeitgleich darauf zugreifen. Doch: Die Server-Leistung (RAM/Arbeitsspeicher, Kernel- oder sogar Server-Anzahl) könnte erhöht werden – aber wer weiß das schon? Wer sollte in der Schule herausfinden, was nicht funktioniert? Generell und in der Krise unter Corona-Bedingungen?

Es gibt in den Schulen niemanden, der einschlägiges Knowhow und die Zeit für sowas hätte. Also Niemanden, der Netzwerk- und Systemadministrator ist, Content-Manager oder Dozent für digitale Anwendungen.

„Es gibt mehr als 150 IT- und Medienberufe, für welche jeweils eine einschlägige Ausbildung, meistens ein Studium, erforderlich ist. Entsprechend ist verwunderlich, dass Politik und Gesellschaft erwarten, dass nicht-digitalaffine Lehrkräfte das mal eben nebenbei lernen und leisten. Auch können Schüler allein keine Websites entwickeln oder sind als Smartphone-User am PC fit – es sind doch nicht alle Wunderkinder“, meint Braun-Speck, welche vor 19 Jahren (2002) das erste Berufe-Glossar der Branche erstellt hatte (siehe Quellen unten oder Link).

Zwar ist auch auf Bundesebene mittlerweile angekommen, dass Schulen „IT- und Medienexperten“ brauchen – aber: wann die kommen können, steht in den Sternen.

Dabei spricht die Politik von „Informatikern“, aber: Das ist das falsche Berufsbild.

Im Sprachgebrauch von Beteiligten des Bildungssystems wird ständig von Informatik-Unterricht und Informatik-Fachlehrern gesprochen, welche dringend gebraucht werden. Doch: Tatsächlich müssen Lehrkräfte wie auch Schüler KEINE Aufgaben von Informatikern ausführen können. Informatiker beschäftigen sich in ihrer Berufstätigkeit überwiegend mit der Entwicklung von Programmen, Software, Hardware und Systemlösungen, sowie mit Künstlicher Intelligenz, Maschinen-Programmierung oder zum Beispiel mit der Installation und Administration von Systemen & Netzwerken.

Lehrkräfte und Schüler brauchen in einer digitalen Welt “nur” Anwender-Kenntnisse.

In der elektronischen Datenverarbeitung (kurz: EDV) steht der Ausdruck “Anwender / User / Benutzer” für eine Person, die einen Computer, eine APP, ein Online-Portal oder andere digitale Medien benutzt. Zukünftig werden sowohl in Schulen, wie auch in fast allen anderen Berufsbereichen solche digitalen Anwender-Kenntnisse benötigt. Also zum Beispiel digitales Schreiben und Kommunizieren, online Recherchieren und Lernen, etc.

Klar wird: Für manche Aufgaben auf Dauer, sowie für neue Vorhaben und Projekte, sowie für die Corona-Krise werden einschlägig qualifizierte ITK- und Medien-Experten in Schulen gebraucht. Anders ist nachhaltige, digitale Bildung nicht möglich.

Bereits im Sommer 2018 entwarf Braun-Speck den Beruf des IT- / Digitalisierungs-Managers für Schulen und versuchte, dafür im Bildungswesen Gehör und in der Wirtschaft Unterstützung zu finden. Solche Digitalisierungs-Manager oder auch Medien-Coaches sollen die treibende, führende und organisatorische Kraft zur Entwicklung und Einführung von Medienkonzepten und Technik sein. Für jede Schule einen Digitalisierungs-Manager war angedacht, denn:

Wie sollte sonst Digitalisierung in Schulen gelingen – mit beispielsweise 800 Schülern und 60 Lehrern (= 860 User), wenn kein einziger IT-Experte im Hause ist?

In der Regel ist es so, dass an einer Schule ein bis zwei Lehrer zwei Zusatzstunden pro Woche haben, um als technische Ansprechpartner und Supporter zu agieren. Bedeutet: sie haben ständig “Land unter” und wissen nicht, wie sie diese umfangreiche Zusatzaufgabe stemmen sollen. Erzählt wird auch von Schulen, wo die Schülertechnik-AG – auch oder insbesondere während des Unterrichts – diesen Job an der Schule machen. Hausmeister sind auch involviert. In manchen Bundesländern gibt es mittlerweile Medienzentren oder IT-Systemhäuser in öffentlicher Hand, sowie Beratungs- und IT-Unternehmen, aber … Es funktioniert ja nicht. Wie kann es sein, dass Schulen immer noch überwiegend alleine im Regen stehen?

Ein vergleichsweiser Blick in die Wirtschaft: In Unternehmen mit beispielsweise 860 Usern gäbe es eine ganze IT-Abteilung! Und externe Berater für neue Vorhaben und Projekte.

Zuletzt sprach Braun-Speck von der Situation und der Idee der Digitalisierung-Managern in Schulen im Juni 2020 mit ihrem gleichnamigen Impuls-Beitrag beim

Barcamp #SchuleNeuDenken von Dorothee Bär

Am 20.6. fand das Online-Barcamp #SchuleNeuDenken auf digitalitaet20.de statt. Veranstalter war das Bundeskanzleramt in Verantwortung der Beauftragten der Bundesregierung für Digitales, Dorothee Bär. Dabei: 1.700 aktive Teilnehmer plus Zuschauer, 32 Sessions (Aufgabenfelder), aufgeteilt in 80 Online-Konferenzräume (mit dem Tool BigBlueButton). In jeder Session gab es mehrere Impuls-Beiträge, welche dann in den Live-Sessions diskutiert wurden.

Leider wurde die Website des Barcamps https://digitalitaet20.de gehakt – aktuell (Stand: 6. und 7.11.20 morgens) ist die Website nicht erreichbar. Sie war gehakt worden und zwischenzeitlich mit Fremdinhalten gefüllt. Braun-Speck entdeckte das zufällig, weil sie Jemanden den Link zu ihrem Impuls senden wollte. Sie informierte sowohl die Staatssekretärin von Dorothe Bär – Dr. Dorit Bosch – wie auch die betreibende Agentur. Diese arbeitet bereits daran, die Website wiederherzustellen. Aber zum Glück gibt es noch eine weitere Domain, auf der die einleitenden Sessions des Barcamps erreichbar sind. Die von Braun-Speck ist diese > bitte Link im Webbrowser öffnen: https://digitalitaet20-impulse.de/?p=4273

Dennoch werden derzeit die Ergebnisse des Barcamps ausgewertet. Aber nicht vom Digitalisierungs-Ministerium, sondern von Privatpersonen und Unternehmern – warum? Dazu gab es bisher keine Antwort. Siehe Twitter unter den Hashtags #schuleneudenken #digitalitaet20

Problem: Der Arbeitsmarkt gibt solche Fachkräfte nicht her!

Selbst wenn die Politik bereits IT- / Digitalisierungs- sowie Medien-Experten im Bildungssystem vorsehen würde und die Finanzierung sichergestellt wäre: Am ITK-Arbeitsmarkt fehlen laut dem Branchenverband BITKOM circa 125.000 IT-Fachkräfte. Entsprechend gibt es KEINE Fachkräfte, die das Bildungssystem für sich finden könnte. ITK ist die Abkürzung von Informations- und Telekommunikations-Technik. Für die pädagogischen Aufgaben gibt es mittlerweile den Beruf des Medienpädagogen – aber welche Schule hat so jemanden? Wie viele sind davon auf dem Arbeitsmarkt verfügbar?

Die Einzigen, die zu moderaten Honoraren wenigstens tage-, wochen- oder monatsweise bzw. projektweise helfen können, sind hochqualifizierte Freiberufler.

Zwar könnten – bei ausreichender Mitarbeiteranzahl – auch IT-Systemhäuser und Beratungsfirmen solche Fachkräfte für Schulen  liefern, doch: Dort kosten diese 1/3 bis doppelt soviel. Freiberufler sind dagegen inklusive aller Arbeitgeber- und Personalnebenkosten nicht teurer als zum Beispiel Lehrer. Das im Durchschnitt 75 €/Stunde (netto). Berechnung dazu siehe Quellen-Angaben oder direkt hier.

Insbesondere, aber nicht nur während der Corona-Krise, könnten Freiberufler aus der ITK-/ Digitalisierungs- & Medienbranche eingesetzt werden. Kurz: #Freelancer4Schools oder auch #Consultants4Schools.

Diese könnten als medienpädagogische Lernbegleiter & Coaches in Schulen unterstützen; dort und fernmündlich mit Rat und Tat (Support) helfen; auch Workshops geben, etc. Sie könnten die Aufgaben übernehmen, für die weder Lehrkräfte noch Hausmeister ausgebildet worden sind. Das geht auch kurzfristig und relativ spontan und würde enorm beim Homeschooling helfen! Zunächst stunden- oder tageweise? Auf jeden Fall auf Abruf und nur bei Bedarf. Das heißt, es entstehen keine Fixkosten. Außer Einzelne, die als schuleigene Digitalisierungs-Manager auf Dauer besser bleiben sollten und so für nachhaltige digitale Bildung sorgen können.

Um das realisieren zu können, brauchen Schulen im Grunde genommen nur einen “Topf”, sprich finanzielle Mittel, mit denen sie Freiberufler-Honorare bezahlen könnten. Möglicherweise aus den Vertretungsfonds? Dem Digitalpakt?

Sogar die am schlimmsten von der Corona-Krise gebeutelten Freiberufler, die Kreativen und Künstler, könnten in Schulen eingesetzt werden – als Lernbegleiter für digitale Bildung.

Wie das? Digital, digital, digital … Die Lehrpläne und Medienkonzepte sehen vor, dass Lehrkräfte und Schüler sich zunehmend mit Software-Anwendungen und Medien auseinandersetzen. Sie sollen digitale Texte schreiben, digitale Videos und Podcasts (Audios) erstellen, digitale Bilder und Videos – das ist digitaler Content!

Solch ein digitaler Content wird teilweise, nicht nur, von freiberuflichen Künstlern erstellt. Diese heißen Webdesigner, Content-Manager, Online-Journalisten, Video-Producer und und und. Sie könnten derzeit als Lernbegleiter in Schulen aushelfen – und Geld verdienen, wodurch sie dann nicht auf Hilfen vom Staat angewiesen wären.

Content ist eins der neuen Buzz-Worte im Bildungssystem!

„Content ist King“ heißt es seit Jahren in der Wirtschaft, wenn es um Online- und Social-Media-Marketing geht. Jetzt auch in der Bildung! Denn: Die Lerninhalte in Lern-Management-Systemen (kurz: LMS) sind Content. LMS basieren zudem auf Content-Management-Systemen – sie sind technisch in der Regel das Gleiche. Das bedeutet: Webdesigner können Lern-Management-Systeme betreuen, Lehrkräfte und Schüler in der Nutzung schulen und die Lerninhalte (Content) dafür produzieren. Ja, sogar freiberufliche Kunstmaler könnten die fehlenden Kunstlehrer in Schulen ersetzen – wenigstens zeitweise. Auch freiberufliche Event-Manager könnten bei Corona-Quarantänen helfen. Organisation und Planung ist ihr Job.

Aus welch einem Grund, sollen sie arbeitslos Zuhause sitzen, „Stütze“ bekommen, obwohl sie in Schulen gebraucht werden?

Klar wird durch diese Ausführung: Informatiker sind dafür nicht die Richtigen. Aber in der Kreativ- / Künstler-Branche sind die dafür passenden Fachkräfte zu finden. Sind sie Freiberufler und keine Festangestellten, sind sie auch in nennenswerter Zahl am Arbeitsmarkt verfügbar. Heute, während der Corona-Krise, aber auch auf Dauer.

Lehrer-Risikogruppen fit für Homeschooling machen.

Erste Aufgabe der Freiberufler könnte sein, die Lehrkräfte, welche zu Corona-Risikogruppen gehören und aktuell vorsorglich krankgeschrieben sind, absolut fit in Sachen digitaler Bildung zu machen? Dann könnten diese Lehrkräfte vorn Zuhause aus Arbeiten und Schüler unterrichten, die in Corona-Quarantäne sitzen.

Bleibt nur noch die Frage, wie nun diese Freiberufler bezahlt werden und wie sie mit den Schulen zusammenkommen. Finanzierung ist Bundes- bzw. Ländersache. Für die Prozesse und Technik dazu hat Braun-Speck ebenfalls ein Konzept parat und die technische Lösung dafür vorbereitet. Mit dem Bildungsministerium von Schleswig-Holstein steht sie dazu bereits in Kontakt. Doch um das aus den Angeln zu heben wird ein interdisziplinäres Team gebraucht, sowie die Förderung und Unterstützung der Politik und Wirtschaft.

Wie einige Andere meinen, sagt auch sie:  „Digitale Bildung muss nachhaltig angelegt sein und kann nur gemeinsam gelingen. Wirtschaft und Bildung müssen hier eng zusammenwirken. Freiberufler (aus der Wirtschaft) für Schulen sind eine mach- und verfügbare sowie finanzierbare Ressource. Dafür suche ich Unterstützung!“ Kontakt: kontakt@media4schools.de


Quellenangaben:

  • IT- und Medien-Berufe: Booklet von S. Braun-Speck von 2002 (Link)
    • IT-Berufe > Berufe-Net der Agentur für Arbeit (Link)
    • Medien-Berufe > Berufe-Net der Agentur für Arbeit (Link)
  • IT-Fachkräftemangel Bitkom (Link)
  • Lernplattformen / Content > Wikipedia (Link)
  • Barcamp SchuleNeuDenken, Digitalitaet20 (Link)
  • Was kosten Freiberufler, was Mitarbeiter im öffentlichen Dienst? (Link)

Weiterlesen? Ausführung zum Thema: Was meint Digitalisierung überhaupt?


Urheber des Textes und der oben genannten Ideen:

Susanne Braun-Speck, 52j aus SH, ist heute freie Referentin für digitale Bildung und freiberufliche Online-Marketing-Beraterin mit Schwerpunkt Webdesign und Content-Management. Zuvor 1996-2016 war sie IT-Personalvermittlerin und Franchise-Geber mit ehemals größerer (eigener) Firma. Kunden waren Mittelstand und Großunternehmen wie T-Systems, Dräger Medizintechnik, und viele mehr in der Größenordnung. Es gab von ihrer Vermittlungsagentur 9 Franchise-Niederlassungen in Deutschland.

Seit 2011 engagiert sie sich in Schulen, organisierte zunächst Kurse im Ganztagsbereich für hochbegabte Kinder (mit Themen wie Bionik, Scratch, Robotik, etc); wurde dann selbst zur Referentin im Enrichment-Bereich; war mehr als 4 Jahre aktive Elternvertreterin, und kennt somit Schule in mehreren Rollen. 2017 gründete sie mit Schülern eine Online-Schülerzeitung (als digitales Lernprojekt), welche 2018 und 2020 die beste Online-SZ von Deutschland wurde (Niveau: GYM/GMSmO). Seit Anfang 2019 führt sie auch für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein Workshops zu digitalen Themen durch. Aktuelles steht hier: media4schools.de (Betreiber ist ihr Verein sii-kids & -talents e.V.). Ihre Freiberufler-Website ist tiefenschaerfe.de

In Schulen treffen sich täglich Hunderte bis Tausende Lehrkräfte und Schüler (m/w/d). Um das Ansteckungsrisiko zu mindern, soll die Personendichte entzerrt werden. Als Möglichkeit wird vor allem Hybrid- oder Wechselunterricht angedacht, was eine Klassenteilung auf Vor- & Nachmittag oder tageweisen Unterricht notwendig macht. Doch: Das geht auch anders. Mit #Unterricht-im-Hotel beziehungsweise in außerschulischen Klassenräumen, wodurch auch das Corona-gebeutelte Gastgewerbe unterstützt werden könnte.

Kitas und Schulen sind systemrelevant. Ohne diese, als organisatorischer Unterbau, funktioniert unsere Infrastruktur, unsere Gesellschaft nicht – deshalb sollen sie offen bleiben. Vor allem sind sie elementar wichtig für Kinder und Jugendliche. Wenn Hybrid- und Wechselunterricht nicht die Lösung sein können, was dann?

Hotels haben oft nicht nur WLAN, sondern auch komplett ausgestattete Konferenzräume mit Whiteboards, etc.

“Wäre es da nicht eine gute Idee, die Personendichte in Schulen zu verringern, indem einige Jahrgänge ihren Unterricht in solchen Hotel-Konferenz- bzw. Tagungsräumen bekommen? Damit könnte die Corona-Ansteckungsgefahr gesenkt werden und Hotels wirtschaftlich gestärkt werden.” Die Schüler und Lehrkräfte der oberen Jahrgänge, insbesondere die Abschlussklassen –  würden nicht mehr in die Schule fahren, sondern in nahegelegene Hotels und dort ganz normal unterrichtet werden.

Die Schüler der anderen Klassen können dann auf frei gewordene Räume in der jeweiligen Schule verteilt werden. Das Verteilen geht teilweise relativ leicht, weil oft zwei Klassenräume nur durch eine Zwischentür oder kleines Lernatelier dazwischen getrennt sind. Mehr Lehrer sind deshalb nicht zwingend notwendig, aber selbst wenn: siehe unten. Auch dazu gibt es eine Idee.

Die teilnehmenden Hotels bekommen eine angemessene Raumnutzungsgebühr, anstatt auf Hilfen vom Staat angewiesen zu sein. Wenigstens deren Fixkosten und Unternehmergehalt sollte damit gedeckt werden können. Damit würde dem Gastgewerbe und einigen direkt oder indirekt daran hängenden Lieferbetrieben geholfen werden.

Mit dieser Lösung würde das Bildungssystem übrigens in manch einer Hinsicht der digitalen Wirtschaft folgen:

Arbeiten (hier: Lernen), von jedem Ort der Welt

ist immerhin eine der maßgeblichen Veränderungen durch Digitalisierung und wenigstens in der IT- & Medienbranche seit vielen, vielen Jahren normal.

Die Idee mit dem #Unterricht_im_Hotel hatte ich direkt getwittert (siehe 1. Screenshot) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier äußerte diese Idee rund 10 Tage später in der Bild am Sonntag (Screenshot 2). Er sprach dabei auch von Restaurants – dort gibt es Platz und WLAN, aber: keine Whiteboards, Flipcharts, etc.

Auf Twitter wurde die Idee dann weiter diskutiert und weiter entwickelt. Beispielsweise wurden diese außerschulischen Klassenräume im Gastgewerbe mittlerweile auch als Co-Learning-Spaces betitelt, was aber nicht der richtige Ausdruck wäre, da CoWorking > CoLearning meinen würde, dass EINZELNE Personen (hier: Schüler) sich kohortengemischt an einem Ort treffen würden. Natürlich sollten Klassenverbände als Kohorte zusammenbleiben, nicht nur wegen Corona.

Weiterhin schlugen anschließend Mehrere auf Twitter vor, nicht nur Hotels,  sondern auch Bibliotheken als außerschulische Klassenräume zu nutzen.

Nachtrag vom 23.11.: Mittlerweile spricht auch Friedrich Merz davon in der Presse :-)

Twitter-Screenshots dazu:

5.11.:

15.11.

22.11.

Dafür gibt es nicht genug Lehrkräfte?

Um den, auch Corona-bedingten, Lehrermangel auszugleichen, kann es Freelancer4Schools geben. Freiberufler aus der IT- und Medienbranche könnten als Helfer in der Krise, als Lernbegleiter und Aushilfslehrkräfte eingesetzt werden, womit sogar drei Ziele erreicht werden würden:

  • Lehrermangel ausgleichen
  • Freiberufler in Lohn und Brot bringen
  • IT- und Medien-Knowhow in die Schulen bringen.

So kann die Krise im Bildungsumfeld und der Freiberufler-Branche teilweise gelöst werden und sogar nachhaltig förderlich sein.

In der Summe entstehen zwei neue Symbiosen: “Gastgewerbe & Schulen” sowie “Freiberufler & Schulen” – schlussendlich rücken Wirtschaft und Bildungssystem dadurch ein ganzes Stück weit zusammen. Ein Ziel übrigens, welches sich Viele schon lange wünschen – zum Beispiel Ranga Yogeshwar, welchen ich (Susanne Braun-Speck) unter Anderen mal dazu interviewt hatte (in Funktion als nebenberufliche Journalistin, welche die beste Online-Schülerzeitung Deutschlands 2018 & 2020 mit Schülern aufgebaut hat).

 

 

Erst vier Wochen nach dem Finale des Fotowettbewerbs von Reinfeld-Aktiv nahmen die Gewinner ihre gerahmten Bilder in Empfang – ungewöhnlich spät. Aber nicht nur das war anders als in den Jahren vorher: Die Veranstaltung, die ehemals als Stadtmarketing-Aktion erdacht wurde und die lokalen Handel stärken sollte, fand 2020 im Rahmen des Kulturfestivals von Schleswig-Holstein statt und: aufgrund der Corona-Regeln, im kleinen Kreis und ganz ruhig.

In den drei Jahren vorher wurden die Fotos vom Fotowettbewerb von Reinfeld-Aktiv jeweils in der Reinfelder Kulturnacht gewürdigt.

Mehr dazu siehe reinfeld-aktiv.de

Dabei gab es Sekt & Selters, Musik, gut gelaunte Teilnehmer und jede Menge Gäste. Doch am 1. Oktober 2020, beim Finale des 4. Fotowettbewerbs, war alles anders: Das Event fand unter Corona-Bedingungen im großen Saal des Alfaparks statt. Wegen der Corona-Regeln sollten nicht mehr als 30 Personen dabei sein. Groß und luftig war der Saal; Stehtische und Bänke standen weit auseinander; es gab Desinfektionsmittel am Eingang, eine Teilnehmerliste, in die sich alle eintragen mussten; Getränke (gespendet vom Handelsverein Reinfeld) gab es nur in Flaschen, etc. Ruhig und leise ging es bei der Preisverleihung zu. Das Juryteam stand gemeinsam, jeder an seinem Stehtisch, vor den Gästen.

Beim Finale präsentierte die Jury viele, aber nicht alle teilnehmenden Fotos samt Anmerkungen und Hinweisen zu passenden Nachhaltigkeitszielen. Fotografen, deren Bilder gezeigt und ausgelobt wurden, erzählten selbst ein wenig zu ihren Bildideen. Dabei waren diverse Motive zum Thema Plastik/plastikfrei und unverpackt; alternative Energie-Gewinnung, CO2-freie Fortbewegung, Material-Wiederverwendung & Rohstoff-Recycling, ökologische Landwirtschaft, etc.

Doch die Krux war: Alle drei Erstplatzierten konnten an der Preisverleihung nicht teilnehmen. Die Gewinnerin bei den Kindern & Jugendlichen befand sich in Corona-Quarantäne; einer musste länger als geplant Arbeiten; der Dritte nahm einen anderen, zeitgleichen Termin wahr. Entsprechend suchten sich die jeweils Zweitplatzierten als erstes Gewinne aus. Das nachhaltige Smartphone gewann Leonie Hille mit einem Bild zum Thema Plastikfrei / unverpackt. Wie in den Jahren zuvor, ging keiner der Teilnehmer leer aus.

Es gab Gewinne im Gesamtwert von rund 1.000 €!

Kinder & Jugendliche freuten sich über Bargeld und Eis-Gutscheine. Erwachsene über Massage-, Apotheken- & Einkaufs-Gutscheine, sowie Blumen & Baumzertifikate, etc. Einen Monat später konnten die Erstplatzierten ihre, von Druckerei Masuhr gespendeten, Bilder endlich gerahmt entgegennehmen. Die Übergabe fand Corona-bedingt im Freien bei Braun-Speck Zuhause statt.

Fotowettbewerb-Gewinner 2020. Links: Tommy Janzen mit Sohn (stellvertr. für Minoka ); rechts Timo Freistein. Foto: Susanne Braun-Speck

Auf dem Foto sind die beiden erwachsenen Gewinner – Tommy Janzen (li) und Timo Freistein (re) – mit ihren Fotos zu sehen. Der kleine Mann ist der Sohn von Janzen und stellvertretend für Minoka (Gewinnerin der Ki/Ju) mit ihrem Bild darauf zu sehen. Sie selbst macht derzeit weiter weg ein Praktikum und konnte nicht dabei sein.

„Unter Corona-Bedingungen eine Preisverleihung durchzuführen, ist schon besonders. Die Vorbereitungen dafür waren aufwendig und bis ins letzte Detail durchdacht. Bei dem Finale fehlte natürlich die ausgelassene Partystimmung wie in den Jahren davor. Aber es war nett!“ erzählte Eventleiterin Braun-Speck.

Jetzt warten die Beteiligten nur noch auf den Mitschnitt, das Video, vom Filmteam des Kulturfestivals Schleswig-Holstein. Ein wenig erwartungsvolle Spannung ist also noch übrig.


Jury & Unterstützer:

Die Gewinne spendeten: Armin Adib-Moghaddam, Blumen-Fischer, Druckerei Masuhr, Eis-Witt, Famila, Krankengymnastik am Weinberg, Neue Apotheke, Reformhaus Reinfeld, SHIFT GmbH zus. mit Sii-Kids, Wasserhelden

 

Wenn Veränderungsvorhaben und Projekte von vorneherein flexibel und vorausschauend geplant sind, fällt es leichter, Agilität zu leben und alle Beteiligten einzubinden. Mit (digitalen) Mindmaps können diese in höchst kreativer, strukturierter und veränderbarer Form entwickelt, dargestellt und geplant werden.


In diesem Beitrag für das Booksprint “Agilität und Bildung”, stelle ich (Susanne Braun-Speck, freie Referentin für digitale Bildung) die Einsatzmöglichkeiten von Mindmaps vor und berichte davon, wie Lehrkräfte und Schüler (m/w/d), in einem Workshop mit mir, gemeinsam Ideen für Nachhaltigkeits-Projekte in ihrer Schule entwickeln und planen. Das ist genauso in Betrieben nutz- und durchführbar! Im Anhang gibt es eine Liste mit APP- und Online-Tools, Buch-Empfehlungen und weiterführende Links sowie ein Handout für den Unterricht.

Persönlich lernte ich die Mindmapping-Methode übrigens vor rund 30 Jahren kennen und wende sie seitdem in vielen Berufs- und Lebenslagen an: Von der einfachen kreativen Ideenfindung bis zur komplexen Unternehmenskonzept-Entwicklung.


Mindmapping: eine Kreativ- & Visualisierungs-Methode

Der Begriff Mindmap (auch: Mind-Map) kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt, Gedanken- oder Gedächtniskarte. Die Mindmapping-Methode ist zunächst mal eine Kreativ- sowie Strukturierungs-Methode, welche ein hirngerechtes Arbeiten ermöglicht. Sie wurde in den 1970er Jahren von Tony Buzan, einem britischen Autor, Redner und Trainer für Bildung, Lernen und Kreativität entwickelt.

Klick aufs Bild zum Vergrößern!

Gehirngerecht ist sie deshalb, weil die natürliche Arbeitsweise des Gehirns genutzt wird und Mindmaps ebenso eine vernetzte Struktur haben wie unsere Hirnsynapsen (Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen). Dadurch kann ungeahntes Potential geweckt und die Merkfähigkeit erheblich gesteigert werden. Mindmapping macht auch möglich, dass die logisch-arbeitende linke Hirnhälfte mit der kreativ-arbeitenden rechten Hirnhälfte besser zusammenarbeitet.

Siehe Grafik rechts: So ist ein Mindmap aufgebaut. In der Mitte steht jeweils das Thema, wo herum Hauptzweige und Unterpunkte baumartig – logisch – strukturiert sind.


Regeln gibt es dabei übrigens wenige: Ein Mindmap wird oben Rechts (auf ein (1) Uhr) beginnend im Uhrzeigersinn geschrieben und von dort auch begonnen zu gelesen.

Ein alternativ benutzter Begriff ist “Clustering”.

In Clustern werden Vorstellungen in einfacher kognitiver Weise miteinander verknüpft. Diese Methode stammt aus dem Umfeld des kreativen Schreibens und wurde circa 10 Jahre nach der Mindmapping-Methode entwickelt und kann als vereinfachte Methode dessen verstanden werden.

Einsatz-Möglichkeiten & Nutzen sind vielseitig!

Die Mindmapping-Methode eignet sich besonders, um Ideen zu entwickeln, Informationen zu sammeln und Projekte zu planen. Im Gegensatz zu langatmigen Texten sind sie schnell erfassbar und leicht verständlich. Außerdem sind sie, anders als zum Beispiel eine Stichwortliste, gehirn-gerecht strukturiert und in alle Richtungen flexibel erweiterbar.

Menschen werden durch die Mindmapping-Methode kreativer, können Informationen besser erfassen und verarbeiten, sowie später (zum Beispiel beim Referat oder Vortrag) schneller reproduzieren und wiedergeben.

Im Bildungswesen nutzen Mindmaps allen Schülern (m/w/d) beim kreativen Schreiben von jeglichen Texten; unkonzentrierte und leistungsschwache Schüler können durch sie Gedanken und Fakten leicht erfassen und sortieren; bei Hochbegabten werden ungeahnte, versteckte Fähigkeiten entdeckt; das Präsentieren von Referaten und Projektarbeiten fällt leichter, und: Lehrkräfte können damit innerhalb kürzester Zeit ihre Stunden planen und strukturieren.


Wer eine Mindmap erstellt hat, kann mit einen kurzen Blick auf deren Schlüsselbegriffe und durch die Struktur den gesamten Inhalt (auch von sehr komplexen Themen) sekundenschnell erfassen und wiedergeben. Ablesen wie bei sonstigen Vorträgen und Referaten entfällt damit!



Traditionell wird die Mindmapping-Methode übrigens seit Jahrzehnten in der Wirtschaft genutzt. Zum Beispiel in Marketing und Werbung; hier überwiegend aber nicht nur als Kreativ- und Strukturierungs-Methode. Sowie in der IT für Software-Entwicklungen, um z.B. Zielgruppen und User Experience zu formulieren. Wer sich dafür interessiert, findet in der Link-Liste einen Artikel dazu.


Im Folgenden geht es um einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit.

Wie bereits geschrieben, nutze ich die Mindmapping-Methode seit mehr als 30 Jahren. In diesem Beispiel setze ich sie für Workshops an Schulen ein, welche Ideen und Möglichkeiten suchen, um Nachhaltigkeits-Projekte zu initiieren.

Rahmenbedingungen:

  • Workshop-Team: In diesem hier beschriebenen WS waren 5 Lehrkräfte sowie 12 Schüler (Jg. 7-12) dabei und ich.
  • Zeitaufwand: 4 Zeitstunden
  • Medien: Notebook, interaktiver Touchscreen, Kreidetafel, Papier und Stifte

Ablauf beim Workshop:

  1. Schritt: Begrüßung und Abfragen der Wünsche und Ziele für den heutigen Workshop > notieren. In diesem Workshop soll es allgemein um nachhaltige Schule sowie nachhaltige digitale Bildung gehen.
  2. Schritt: 10-15-menütige digital-präsentierte Theorie über Nachhaltigkeit und die Agenda2030 plus Diskussion.
  3. Anschließend nahmen wir uns gemeinsam das Thema nachhaltige digitale Bildung vor, was ich als Referentin moderierte und an der Kreidetafel festhielt. Dabei machte ich direkt vor, wie eine Mindmap entsteht (wobei das kein Lernziel des Tages war). Durch meine Erfahrungen in Sachen Digitalisierung / IT stellte ich die richtigen Fragen – die Erkenntnisse gleichen meinen Annahmen … Des Urheberrechts wegen wird das Ergebnis hier nicht präsentiert.
  4. Nach dieser 1. Mammut-Aufgabe gab es eine Pause und anschließend eine Auseinandersetzung mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (siehe Bilddatei). Welche davon berühren Schule überhaupt? Die Teilnehmer entwickelten sofort Ideen und notierte sich diese zunächst für sich selbst (handschriftlich).
  5. Als nächstes wurden aus allen Ansätzen und Ideen drei für die Vertiefung ausgewählt. Dazu bildeten sich Projektteams jeweils aus mindestens einer Lehrkraft und vier Schülern.
  6. Jedes Projektteam setzte sich nun mit einer Idee tiefer auseinander. Dabei entstand ein größeres, gemeinsames Mindmap pro Team und Idee. Darin enthalten ist auch, was der nächste Projektschritt ist und wer – auch nach dem heutigen Workshop – an dem Projekt weiterarbeiten möchte. Ein nächster Termin je Gruppe wird vereinbart. Bei diesem Workshop wurden die Ideen ebenfalls in einem Content-Management-System von Media4Schools digital erfasst.
  7. Abschließend stellten alle Gruppen ihre Nachhaltigkeits-Projektideen kurz vor. Andere Workshop-Teilnehmer hatten hierbei noch Gelegenheit, weitere Aspekte / Assoziationen einzubringen.

Das später digital nachgestellte zweite Mindmap aller drei Nachhaltigkeits-Projekte mit Teilprojekten des Workshops ist dieses:

Die Mindmaps vom Workshop sind jetzt die Basis für eine agile Projekt-Realisierung. Sie sind stets veränderbar, das besonders gut, wenn sie digital verfügbar sind. Für spontane weitere Ideen und Aspekte sollten sie zudem möglichst groß ausgedruckt und irgendwo zentral an eine Wand gehängt werden. Dort können dann auch Nicht-Projektmitglieder weitere Vorschläge machen.

Wie auf dem letzten Mindmap zu erkennen ist, entstanden aus diesem Workshop sofort 3 vielseitige Projektideen mit mehreren Teilprojekten für mehr Nachhaltigkeit an der Schule. Teams stehen fest; ebenso wie die nächsten Schritte. > Der 4-Stunden Workshop war enorm effektiv und ergebnisreich!


Mindmaps im Unterricht

Wer die Mindmapping-Methode mit Schülern (m/w/d) im Unterricht anwenden möchte und noch kein Handout dafür hat, findet hier eins als PDF.  Klick entweder auf den Downloadlink oder scanne diesen QR-Code >

Workshop? Kontakt?

Wer an Referentengeführten Workshops für seine Schule oder Klasse interessiert ist, kann sich gerne bei der Autorin, Susanne Braun-Speck, melden. E-Mail: s.braun-speck@tiefenschaerfe.de oder @sii-kids.de. Tel.: 0172-4332277


Buch-Empfehlungen (Links zu Amazon):


Weblinks zu digitalen Apps & Online-Portalen:


Link-Empfehlungen:

Weiterlesen

Wer ahnt schon, dass es schlecht fürs Klima ist, wenn er herumsitzt und Videos guckt oder sich über Messenger austauscht? Durch das Forschungsprojekt „Green Cloud-Computing“ von Umweltbundesamt wurde herausgefunden, wieviele Emissionen durch was entstehen und, dass Glasfaser und kabelgebundene Breitbandnetze deutlich umweltfreundlicher sind, als Mobilfunknetze. Die Unterschiede sind erheblich!

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte in der Pressekonferenz am 10.9.2020: „Wird Streaming jetzt das neue Fliegen?“ Digitalisierung ist richtig und wichtig, aber es fehlten bisher jegliche Daten bezüglich der Umwelt- und Klimabilanz. Das ändert die Studie. Erstmalig gibt es verlässliche Zahlen. Eine Erkenntnis daraus ist: Der CO2-Ausstoß entsteht bei der Datenübertragung und nicht primär beim Speichern.  Ein Schritt zur Verbesserung ist, bestehende Ressourcen voll auszunutzen und Rechenzentren zu optimieren und effizienter zu gestalten.  „Wer mit dem Ferrari zum Bäcker um die Ecke fährt, verbraucht 10x mehr als notwendig. Ähnlich ist es, wenn Rechenzentren nicht ausgelastet sind. Das ist Energieverschwendung!“ sagte die Bundesumweltministerin sinngemäß.

Für den Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, ist klar: Digitalisierung an sich muss „grün“ werden! Klimaschutz gelingt zum Beispiel auch durch richtiges Streaming.“ Messner schreibt seit 1996 E-Mails, seitdem verändert die zunehmende Digitalisierung Schritt für Schritt alles: Mobilität. Wirtschaft. Leben. Bildung. Industrie. Aber: Rechenzentren verbrauchen stark unterschiedlich viel Energie. Der größte negative Umwelteffekt ist das mobile Videostreaming; die beste Art, solche Daten zu übertragen ist Glaskabel / Breitband.

Bundesumweltministerin Schulze sagte in einem Vorab-Interview dazu (kein O-Ton):


Rund 80 Prozent des Datenverkehrs in Telekommunikationsnetzen sind Videoinhalte.

Bei dem Forschungsprojekt wurden nur die Leistungen für Daten-Speicherung und -Übertragung berechnet, aber NICHT der Energieaufwand der Endgeräte wie Router, Mobilgeräte oder Fernseher. Daten, wie Videos z.B., werden in Rechenzentren, dort in Clouds übertragen und gespeichert. Wenn nun diese Videos, Bilder, Audios, Text-Dokumente und so weiter in der „Cloud“ gespeichert werden, entstehen je nach Rechenzentrum unterschiedlich hohe Emissionen. Mit Emissionen sind der Ausstoß, also die Aussendung von Teilchen, Stoffen, Schallwellen oder Strahlung in die Umwelt gemeint.


Bei der Studie herausgekommen ist auf jeden Fall:

Glasfaser ist die klimafreundlichste Übertragungstechnik. ► Der Netzzugang über kabelgebundene Breitbandnetze ist besser als die über Mobilfunknetze. ► Moderne Mobilfunknetze (5G) sind um einen Faktor von mehr als 20 effizienter und damit klimaschonender als alte Mobilfunknetze (3G).


Wer was für die Umwelt tun will, steigt am besten auf Kabel um!

Die Übertragung von Daten in Mobilfunknetzen haben einen deutlich größeren ökologischen Fußabdruck (um so größer, um so schlechter), als über kabelgebundene Breitbandnetze und Glasfaser. Flatrates oder großzügige Datenpakete für mobile Musik- und Videostreamings sind fürs Klima also echt nicht der Hit. Der Unterschied zwischen beiden Varianten beträgt 300 MByte statt 60 MByte pro Stunde und führt damit zu einem 5-mal höheren mobilem Datenvolumen.

Wie der Grafik unten zu entnehmen ist, ist die Übertragung von Daten über Glasfaser und Kupferkabel deutlich, deutlich weniger Klimaschädlich als alle mobilen Varianten!


Was du tun kannst?

Telefoniere und streame möglichst selten über Whatsapp und andere Messenger. Telefoniere lieber über Sprachanrufe bzw. WLAN; besser noch über Festnetz und Kabel bei dir Zuhause oder im Büro!


Nachhaltig ist das Alles nicht!

Wie hoch der Energieaufwand der Endgeräte wie Router, Mobilgeräte oder Fernseher ist, wurde beim „Green Cloud-Computing“-Projekt nicht untersucht. Auch nicht, was die Gewinnung von Rohstoffen und die Herstellung der Geräte in der Umwelt anrichtet. Dabei sind die Umweltschäden und Emissionen immens. Außerdem ist es laut der Studie so, dass G5 besser für die Umwelt ist, als G3 und G4, aber:

Was ist mit der Gesundheit von Mensch & Tier bei G5?

Auf Nachfrage der Redaktion bezüglich möglicher nachhaltiger Auswirkungen auf die Gesundheit, wurde klar: Gesundheitliche Auswirkungen durch Elektrosmog durch 5G-Strahlungen sind bisher nicht ausreichend statistisch erfasst oder genug wissenschaftlich untersucht. Aber das wird folgen und ist vor allem auch Aufgabe des Bundesamts für Strahlenschutz.

Weitere Frage war, ob jetzt im Umkehrschluss nicht ein Trendwechsel bei Bürgern erfolgen müsste? Das heißt weg vom Streamen übers Smarthone, hin zu kabelgebundenen PC´s? Ja, aber das Bewusstsein dafür sei bei den Menschen bereits tief verankert. Das Thema wird aber natürlich weiterhin stark kommuniziert werden. WLAN gilt in jedem Fall als zweitbeste Lösung, nach LAN-Anschlüssen, was die Grafik unten aufzeigt.


Wer sich für Details interessiert, kann sich die Infodatei vom„Green Cloud-Computing“-Projekt hier unterladen und/oder auf den Projektseiten von Schülern auf Media4Teens.de gucken, wie gut oder schlecht die Hardware von Smartphones für die Umwelt ist.

Schulklassen aus Schleswig-Holstein, die selbst ein Projekt dazu durchführen möchten, finden hier ein kostenloses Angebot. In anderen Bundesländern gibt es bestimmt ähnliche Angebote. Google doch mal, wenn möglich über (W)LAN!

Im Bereich der digitalen sowie nachhaltigen Bildung (BNE) gebe ich seit 2017 Workshops; seit Anfang 2019 häufig für Lehrkräfte und Schüler, ab sofort (8/2020) auch für Betriebe / Institute / Verbände / Behörden / etc. Für meine BNE-Workshops für Schul-/Jugendgruppen wurde ich vor Kurzem auf Bundesebene von RENN/RNE ausgezeichnet :-)

Beliebteste Workshops sind diese:

  1. Online-Konferenzen führen mit BigBlueButton (!)
  2. Planung & Entwicklung von Blogs & Online-Zeitungen
  3. Praxisarbeit mit WordPress / Content-Marketing-Basics
  4. Nachhaltigkeits-Ideen entwickeln für Betrieb, Schule, etc

Besonders aktuell sind dabei sicherlich Workshop 1 und Workshop 4.


Nr. 1: “Online-Konferenzen mit BigBlueButton führen” ist natürlich in Zeiten wie diesen (wegen der Coronakrise), in vielen Branchen elementar wichtig.

In diesem Workshop bzw. dieser Online-Schulung geht es um die Durchführung von Online-Konferenzen mit #BigBlueButton (BBB), welches durch sein Whiteboard sowie (Ether-) Pad die kollaborative Zusammenarbeit von Teams über Distanzen hinweg perfekt möglich macht. Die Nutzung von Online-Konferenztools wie BBB sind ein wichtiger Baustein beim Homeworking bzw. für die Telearbeit im Homeoffice. Es kann als reines Video-Konferenztool genutzt werden, ebenso wie für Blended- und E-Learning.

Mehr Infos > Link


Nr. 2: “Nachhaltigkeits-Ideen entwickeln für Betrieb, Schule, etc” ist ebenso zeitgemäss, denn es geht dabei um Nachhaltigkeit.

In diesem Workshop sollen einerseits theoretische Grundlagen über die Agenda2030 und den 17 Nachhaltigkeits-Zielen vermitteln werden; andererseits werden für das eigene Unternehmen / Betrieb / Institut / Behörde / etc. gezielt Ideen für Nachhaltigkeits-Maßnahmen & -Projekte entwickelt und somit auf den Weg gebracht.

Mehr Infos > Link

Corona-bedingtes Homeschooling und Distanzlernen sind für alle Beteiligten eine Herausforderung – für Lehrkräfte, Schüler (m/w/d) und deren Eltern. Das auf menschlicher, organisatorischer sowie auf technischer Ebene. Um dabei ein wenig helfen zu können, hat Media4Schools-Referentin und sii-kids Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck aus Reinfeld einen Online-Kurs entwickelt. Außerdem hat sie mit ihrem Internet-Provider Artfiles aus Hamburg ein entsprechendes Server-Angebot für Schulen entworfen.

Der Online-Kurs bzw. das Webinar kann von Lehrkräften, Schüler- und Elternvertretern aus Schleswig-Holstein über das IQSH wahrgenommen werden. Dabei geht es um die Durchführung von Online-Konferenzen mit dem Tool BigBlueButton (kurz: BBB), welches als “Online-Klassenzimmer mit Whiteboard und vielem mehr” ein wichtiger Baustein beim #Homeschooling bzw. #Distance-, #Blended- und #e-Learning ist.

BBB ist vergleichbar mit ZOOM, Jitsi & Adobe Connect, aber einfach, openSource & datenschutzkonform! Es dient als Distanz-überbrückendes Kommunikations-Tool unter Kollegen, mit Schülern, etc. (z.B. vom Homeoffice aus oder von unterwegs übers Smartphone); macht es Lehrkräften leicht, Schüler beim Homeschooling, ggf. auch einzeln oder in Projektteams, zu unterstützen; erleichtert die Kollaboration von Teams; kann fürs Aufnehmen & Speichern von Erklärvideos genutzt werden, etc.

Dass das BBB-Online-Konferenztool den Datenschutzrichtlinien entspricht, wurde Braun-Speck vom Datenschutzbeauftragten des Bildungsministerium bestätigt.

Ein gutes und faires Angebot in Zeiten von Corona!

Vorab stellt der Verein den eignen BBB-Server Schulen für erste Testzwecke zur Verfügung. Der Moderator müsste sich jeweils registrieren und freigegeben werden. Link: https://okz.media4teens.de/b/

Auf einem BBB-Server können bis zu 100 Konferenzteilnehmer ZEITgleich teilnehmen. Das Vertrags-Angebot (download) des Providers enthält 0,00  Einrichtungskosten – der Start ist also kostenfrei; monatlich wären es knapp 44,- oder 53,- € (entweder mit oder ohne Speicher für Videos) und sogar Support und 24/7 Monitoring sind inklusive. Das detaillierte Komplettangebot mit AVV-Vertrag kann bei S.Braun-Speck@sii-kids.de angefordert werden.

Informationen zu den dazu passenden Online-Kursen stehen im Event-Kalender des Vereins. Titel eins ist: “Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen führen“. Kurs-Titel zwei lautet: “Homeschooling – digitale Lerngruppen fürs #Distancelearning organisieren”. Obwohl diese Angebote erst am Freitag feinkonzipiert und online gestellt worden sind, sind die ersten beiden Termine bereits so gut wie ausgebucht! Es sind aber bereits zwei Folgetermine geplant …

Fragen beantwortet Susanne Braun-Speck gerne. E-Mail: s.braun-speck@sii-kids.de

Wieder eine Stadtmarketing-Aktion: Am 12.4.20, Ostersonntag, können Familien in Reinfeld spaziergehen und ihre Kinder jeden Alters von 10-12 Uhr Ostergeschenke an privaten Gartenzäunen sammeln lassen. Es warten Spielzeug, Bücher und Kleidung auf sie, besonders viele in den Wohngebieten nahe des Herrenteichs – in einem Garten wartet sogar ein Lämmchen! Aber auch auf der anderen Bahnseite sieht es super aus. Wo es Geschenke gibt, steht auf einer Online-Karte auf Reinfeld-Aktiv.de.

Wegen der Corona-Ladenschließungen können aktuell wenig Kindersachen gekauft werden. Viele Menschen könnten sie sich auch nicht mehr leisten, weil ihre Einkommen ganz wegfallen oder wegen Kurzarbeit erheblich niedriger sind. Dagegen sind bei vielen Familien Keller & Dachböden voller Kinderspielzeug & -Kleidung.

Aus diesen Zusammenhängen entwickelten Saskia Tietz (Tochter von Schiedsmann Gösch) und Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de u. sii-kids.de) beim Spaziergang am Herrenteich die Idee, an privaten Gartenzäunen Ostergeschenke für Kinder und Jugendliche anzuhängen und so, trotz der Coronakrise, für alle ein schönes Osterfest möglich zu machen.

Es gab einige Abwägungen und Überlegungen dazu. Ein zentraler Ort für diese Aktion, wie zum Beispiel der Gabenzaun auf dem Markt, wurde beispielsweise verworfen, da dort schnell gegen das Versammlungs- und Kontaktverbot verstoßen werden würde.

Die Idee kommt gut an: Ingesamt haben sich 35 Haushalte auf der Online-Stadtkarte dazu angemeldet!

So oder ähnlich werden die Gartenzäune aussehen.

Nun werden also am Ostersonntag die privaten Gartenzäune mit Kinder-Kleidung und -Spielzeug, Bücher, CDs etc. für Jugendliche, als einzeln verpackte Geschenke an Reinfelds Gartenzäunen hängen.

Auf diesen steht jeweils eine Angabe der Altersgruppe, Kleidergröße und ob es für M oder W gedacht ist. Familien können dann am Sonntag zwischen 10 und 12 Uhr durch Reinfeld spazieren gehen und ihre Kinder das eine oder andere Geschenk an den Gartenzäunen nehmen lassen. Das ist eine andere Art von Ostereiersuche :-) Wer nichts geschenkt nehmen mag, kann einen symbolischen Euro in bereitstehende Boxen werfen.

Die Geschenke-am-Gartenzaun-Standorte sind auf einer Online-Karte eingetragen, dass auf der Website: Reinfeld-Aktiv.de (bekannt von den Fotowettbewerben 2016-18).


Infos für Teilnehmer, die Geschenke an ihre Gartenzäune hängen (möchten):

Bitte tragt Euch in die unten angezeigte Stadtkarte ein (nur Straße und Hausnummer, bitte KEINE private Namen (des Datenschutzes wegen)).

Scrolle dazu bis unter die Karte, bis zu “Ihren eigenen Marker hinzufügen / Add your own marker” und trage dort Eure Gartenzaun-Adresse ein. Die Marker-Bezeichnung ist auch die Straße mit HausNr.! Wähle bitte die Kategorie: Oster-Gartenzaun. 


Hier sind “Schilder” zum Drucken für die Zäune (pdf). Flyer zu Bekanntmachung klick hier: pdf oder jpg.

Und: Wer mag, kann Mitglied der entsprechenden WhatsApp-Gruppe werden; dazu bitte eine E-Mail senden an: kontakt@reinfeld-aktiv.de .

Bitte beachtet die Hinweise zu Google-Maps in der Datenschutzerklärung.

Diese Gartenzäune sind hinterher auf der Stadtkarte (große Ansicht) mit einem gelben Hasen versehen und so schnell findbar.

Weiterer Ablauf: Eine zweite Presse-Info wird dazu am Samstag rausgeschickt. Auch Plakate zum Aushängen in Nachbarschaft (zur Info für Kinder & Jugendliche) soll es noch geben und werden hier zum Download bereitgestellt.


Dieser Artikel erschien so ähnlich auch in der Lübecker Nachrichten – klick hier, um ihn zu lesen. Im Anschluss berichtete der MARKT.


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Überall wird von DER Digitalisierung gesprochen; von sozialen Netzwerken und medienpädagogischer Bildung, digitalen Produkten und Services, bis hin zu künstlicher Intelligenz in Industrie und (Medizin-) Technik. Aber: Was meint Digitalisierung überhaupt? Was nutzt sie, wozu brauchen wir die Digitalisierung? Was sind die Ziele? Welche digitalen Kenntnisse müssen Menschen erwerben?

  • Digitalisierung meint zunächst einmal den Prozess, bei dem analoge Medien in digitale Formate umgewandelt werden.
  • Ebenso ist damit gemeint, dass Handarbeit sowie von Hand betriebenen Geräte nunmehr von Maschinen geleistet sowie digital gesteuert werden.

Beispielswiese werden handgeschriebene Texte alternativ digital am PC/Tablet/etc in einem Software-Programm geschrieben und als Textdatei gespeichert. Das auf einem Speichermedium wie einer Festplatte, anstatt auf Papier in einem Heft oder Ordner. Im Alltag reden wir auch von Digitalisierung, wenn Menschen nicht mehr im Kopf ihren Puls zählen und errechnen, sondern eine Smartphone-APP das macht.

Nun gibt es sehr viele verschiedene Branchen mit verschiedensten analogen sowie digitalen Medien, Geräten und Methoden – jede hat ihren ganz eigenen Bedarf an “Digitalisierung”. Während Industrie und Wirtschaft zwei Kernziele haben: die Produktivität und den Umsatz zu steigern bzw die Gewinnmarge zu erhöhen und damit das Wachstum, haben Institutionen aus Politik, Bildung, Non-Profit, etc andere Schwerpunktziele.

Grundsätzlich soll die Digitalisierung das Leben, die Arbeit, Produkte & Dienstleistungen, etc.:

  1. besser, einfacher und effizienter machen
  2. Zeit und/oder Geld sparen (z.B. auch durch digitale Homeoffice-Arbeit)
  3. Ablaufsprozesse und Services optimieren, neue Möglichkeiten & Varianten schaffen
  4. die Kreativität sowie logisches Denken fördern, das u.a. durch Methodenvielfalt
  5. die Kommunikation verbessern, Menschen & Institutionen über (Haus-/Orts-/Landes-) Grenzen hinaus vernetzen
  6. Informationen & digitale Daten nutzen, z.B. zur Verbesserung der Gesundheit, der Preisoptimierung, uvm.
  7. Arbeit von fehlenden Fachkräften und/oder einfache, Wiederholungsaufgaben übernehmen (#KI)

Oberstes Ziel des Bildungssystems ist grundlegend: Schüler (m/w/d) auf die digitale Lebens- und Arbeitswelt von heute (nicht mehr “morgen”) bestmöglich vorzubereiten.

Beispiel Bewerbungsphase: Wichtig für Schüler (m/w/d) ohne Einkommen ist, bei Bewerbungen für Praktika, Ausbildung oder Studium möglichst wenig Geld für Porto- und Materialkosten auszugeben. Außerdem sollen sie gut vorgebildet wirken und “professionelle” Bewerbungen einreichen. Parallel dazu interessiert es Arbeitgeber, ihre firmeninternen Bewerbungsprozesse möglichst effizient zu gestalten. Beiden nutzt die Digitalisierung! Bewerbungen per E-Mail oder über Online-Systeme machen Bewerbungen einfacher, schneller und günstiger. Aufgabe des Bildungssystem ist also, den Schülern zu zeigen, wie das geht.

Doch: Viele, viele Schüler wissen nicht, wie ansprechende Bewerbungsunterlagen am PC erstellt und wie E-Mails versendet werden, und z.B., warum eine PDF statt Textdatei beigefügt wird. Smartphone-Kenntnisse helfen da nicht; Eltern aus dem Industriezeitalter auch nicht. Informatik-Unterricht bekommen nur ganz wenige Schüler und 1 oder 2 Tablett-Klassen pro Schule helfen den vielen anderen Schülern auch nicht.

An diesem kleinen Beispiel sehen wir: Digitalisierung nutzt Vielen, aber vorbereitet wird darauf schlecht.

Grundsätzlich soll die digitale Transformation konsequent an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe, also den jeweiligen Nutzern (m/w/d) ausgerichtet sein und diese bestmöglich unterstützen. Um die, mit der Digitalisierung, verbundenen Potenziale schnell umsetzen zu können, gilt es, Fähigkeiten neu zu entwickeln, organisatorische und technologische Voraussetzungen zu schaffen und einen Wertewandel anzustoßen.

Jetzt mal ehrlich: Wie sieht es mit der digitalen Bildung aktuell wirklich aus?

Politik und Bildungsministerien glauben, der Digitalpakt wird es schon richten und für eben genannte Entwicklung von Fähigkeiten, Organisation und Technologien sorgen. Aber weit gefehlt! Geld hilft, ist aber nicht die alleinige Lösung …

  • Selbst wenn jeweils die technische Ausstattung gewählt und beschafft wurde (mit oder ohne Mitteln des Digitalpaktes), (W)LAN funktioniert
  • und die Eltern flächendeckend (für jeden Schüler) die Kohle für Schüler-Endgeräte gesponsert haben sollten (es gibt vom Digitalpakt pro Schule nur 25-tsd € für Schüler-Endgeräte, bei beispielsweise 800 SuS also 31,25 € je Schüler).
  • und Lehrkräfte vereinzelt auf Weiterbildungen gehen
  • dann fehlt immer noch das flächendeckende Knowhow der Beteiligten
  • und vor allem: die jeweils passende Organisationsstruktur inkl. Prozessen an Schulen.
  • Abwehrhaltungen der beteiligten Personen machen die Situation auch nicht besser.
  • Das Erlernen von APPs übrigens auch nicht.

Entsprechend können o.g. Ziele nicht erreicht werden!

Schon beim 1. oben genannten Ziel “Digitalisierung soll die Arbeit besser, einfacher und effizienter machen” bekommen viele Lehrkräfte eine Krise, denn: aktuell macht die Digitalisierung ihnen das Leben nicht leichter, sondern stellt sie vor haushohe Herausforderungen!

Digitalisierung bedeutet zunächst: viel mehr Arbeit und hohe Anstrengung – wenigstens in naher Zukunft.

In den nächsten Beiträgen wird auf oben genannte Ziele, deren Istzustand und  Umsetzungs-Möglichkeiten eingegangen.

Themen / Hashtags werden u.a. sein: #APP-Spielkram #Tabletklassen-Alternativen #Nicht konsumieren, sondern #produzieren

Im Vergleich mit IT-System- und Beratungshäusern, sowie Agenturen sind Freiberufler in jedem Fall deutlich günstiger. Doch immer und immer wieder entstehen Diskussionen darüber, was Freiberufler kosten und was nicht. Sie verdienen angeblich mehr als Angestellte, angeblich mehr als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Wie sieht es wirklich aus?

Vor Kurzem hatte ich – mal wieder – eine heiße Diskussion mit Jemanden, der im öffentlichen Dienst tätig ist. Es ging um Angestellten-/Beamtengehälter im Vergleich mit Freiberufler-Honoraren. Derjenige wollte mir u.a. erklären, dass Projektkosten zu den Personalnebenkosten gehören und in Honoraren inkludiert sein müssen. Was sachlich falsch ist, ebenso wie seine Vorstellung, dass Freiberufler viel mehr verdienen, als gleichwertige Angestellte.

Richtig ist, dass ein Freiberufler-Honorar in der Summe überhaupt nur dann mit einem Angestellten-Gehalt vergleichbar ist, wenn alle seine Leistungen bezahlt werden. Bei Referenten und Dozenten ist das zum Beispiel oft nicht der Fall. Ihnen werden oft nur Präsenzseiten bezahlt, aber keine Vorbereitungen dafür. Letztere sind allerdings oft zeitaufwendiger, als der darauf folgende Workshop oder Vortrag.

Da ich seit einiger Zeit auch in der Bildungsbranche arbeite, habe ich meine Gehalt-vs-Honorar-Berechnung* in Bezug auf die IT-Branche mittlerweile auch mit Lehrergehältern verglichen. Das Ergebnis ist überraschend!

Eine Lehrkraft kostet pro Stunde geleisteter Arbeit meistens zwischen 65 und 92 Euro!

Wieviel? Soviel kosten doch auch Freiberufler! Genau! In 2019 habe ich meine Tabelle von 2011, welche übrigens seit damals auch in einigen Unternehmern und bei öffentlichen Arbeitgebern genutzt wird, mit der Personalkostentabelle (Link) des Landes Schleswig-Holstein verglichen. Die Stundenwerte darin geben die Personalkosten für eine Stunde „effektive“ Arbeitszeit an – wer dabei tatenlos am Schreibtisch sitzt, wird natürlich trotzdem bezahlt.

Diese Personalkosten variieren natürlich nach Status (beamtet oder angestellt) sowie Position und Berufsjahren, also Besoldungstufe. Die folgende Berechnung basiert auf einem Lehrergehalt in TV-L 12, Stufe 4, Stand: 2019. Gehalt: 4.748,72€ pro Monat brutto. Die Tabelle zeigt den Vergleich. Dabei kommt raus:

Freiberufler kosten ähnlich viel wie Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

Allerdings bekommen Freiberufler keinen Cent, wenn sie krank oder im Urlaub sind oder Vorbereitungsarbeit leisten oder sich weiterbilden, etc. Dann gehen sie leer aus. Das heißt in der Summe sind sie sogar deutlich günstiger als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, egal ob diese angestellt oder beamtet sind.

Vergleich siehe Link zur Google.Tabelle!


Diese Berechnung ist, in seiner Urform bezogen auf IT-Berufe, auch Teil vom Booksprint Vereinbarkeit 4.0 der Bertelsmann-Stiftung 2019. Der Beitrag von mir, Susanne Braun-Speck, ist dieser:  “Selbstständige & ihr Leben ohne Netz und doppelten Boden” Seite 164-170 (in Kapitel 7) .

Zum ersten Mal erschien diese Berechnungsmethode von mir allerdings 2011 in der Computerwoche und weiteren IT-Zeitschriften. Titel: Honorarratgeber für Freiberufler -> Link dorthin

* Gehalt vs Honorar-Berechnung (kurz: GvH-Berechnung) von Susanne Braun-Speck ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Beruht auf dem Werk unter https://tiefenschaerfe.de/wertschaetzung/.

Quellen:

 

In Zeiten von medienpädagogischer Bildung war auch ich ( Susanne Braun-Speck / tiefenschaerfe.de ) in der 2. Jahreshälfte 2019 überwiegend in Sachen “Education” unterwegs und fand tatsächlich keine Zeit, so etwas wie einen Blog-Artikel zu verfassen. Jetzt aber :-)

Als freie Referentin für digitale Bildung gab ich Workshops und als Online-Marketing-Beraterin mit Schwerpunkt Webdesign entwickelte ich Websites und Lern-Portale.

Workshops: Digitale Bildung und Nachhaltigkeit

Als Referentin entwickelte, plante und gab ich Workshops für Pädagogen im Bereich “Digitale Bildung” sowie Workshops für Schulgruppen & Azubis im Bereich “Nachhaltigkeit“. Das ist eine besonders extrovertierte Arbeit mit vielen Facetten auf menschlicher Ebene, wozu insbesondere kommunikative, kreative sowie organisatorische Fähigkeiten wichtig sind.

Für diese Workshops entwickelte ich 2019 nicht nur ein Lern-Portal, sondern auch zwei verschiedene Formate mit sechs Themen samt seiner digitalen Lern-Inhalte. Die meisten davon wird es auch 2020 wieder geben – siehe Link zu den Terminen unten.

Entwicklung von funktionalen und imagefördernden Websites & -portalen

Mein zweites Tätigkeitsfeld, die Online-Marketing-Beratung mit Schwerpunkt Webdesign ist in vielen Teilen eher introvertiert und technisch, wobei besonders konzeptionelle, kreative sowie logisch-strukturierte Fähigkeiten wichtig sind.

Zwei besonders schöne Image- bzw. Business-Websites, die in den letzten Wochen durch meine Dienstleistungen entstanden sind, möchte ich hier vorstellen, die:

 


Beide Websites bekamen ein neues, modernes responsives Layout auf Basis des CMS WordPress, mit der Hauptfarbe Rot.

Während die Image-Website eines lokalen Händlers besonders viele Bilddaten hat, die neu strukturiert werden mussten, hatten für die funktionale Schul-Website Informationen in verschiedenem Umfang, aus mehreren Quellen, trotz ihrer Vielfalt anmutig und strukturiert dargestellt zu werden – das ist hoffentlich gelungen.

Education: Websites im Bildungswesen

Besonderen Pfiff bekam noch unser Pilotprojekt zum Nachmachen im Bildungswesen: Die von mir betreute Online-Schülerzeitung erkant.de – siehe Startseite der Homepage. Aus den Media4Schools-Workshops in 2019 heraus, folgten z.B. die gms-unzensiert.de und die bluepage-ekg.de. Ebenso befindet sich ein englischsprachiges Portal für die internationale Zusammenarbeit von ERASMUS-Schulen im Aufbau: eu-values.de Und auch das Lernportal Media4Teens.de gehört zu den diesjährigen Online-Portalen – dieses ist die Basis für meine Workshops.

Die zuletzt genannten Internet-Portale sind kein Muss, aber ein weiteres, freiwilliges Lernangebot für fächerübergreifenden, Wahlpflicht- und/oder Ganztags-Unterricht in Schulen!

Eine moderne, smartphone-fähige Website dagegen “muss” in Zeiten wie diesen allerdings sein – sie ist DAS imagestärkende Aushängeschild überhaupt! Angebote anfragen geht ganz einfach – per E-Mail.

2020: Workshops für Pädagogen, Azubis &  Schüler

Sollten Ausbildungs-Betriebe an meinen Nachhaltigkeits-Workshops für ihre Azubis in Lübeck bei Dräger in der “Garage” (Innovationcenter) interessiert sein oder Pädagogen aus Schleswig-Holstein zufällig auf dieser Website / auf diesem Blog-Artikel landen: meine ersten Workshop-Termine im Jahr 2020 stehen auf “meiner” Vereins-Website:

 

Mit einfachen Mitteln können Arbeitgeber jeder Größe selbst online Stellenanzeigen veröffentlichen und: jetzt bei Google-for-Jobs finden lassen. Handwerks-Betriebe und Firmen, sowie gemeinnützige Institutionen, etc., deren Website auf WordPress oder einem anderen Content-Management-System basiert, haben es leicht.

Die führende Suchmaschine Google hat ihren Dienst “Google-for-Jobs”, nach einem Testzeitraum, am 22. Mai für alle User in Deutschland aktiviert. In Online-Medien wird aktuell viel darüber berichtet. Welch ungeahnt günstige Chance das für die ist, die sich teure Stellenanzeigen nicht leisten können oder wollen, steht allerdings kaum geschrieben …

Hochpreisige Online-Stellenanzeigen können durch eigene, kostenfreie, ersetzt werden.

Und: Sie werden dennoch bei Google.de gefunden. Google-for-Jobs ist in der Suchmaschine eingebettet und liefert für Jobsuchende (in einem blau eingerahmten Kasten) Such-Ergebnisse für Jobs in der Nähe. Wie auf kostenpflichtigen Stellenportalen auch, können Bewerber die Umkreissuche verändern, das Datum der Veröffentlichung, Art der Anstellung, etc. Das Beispiel auf dem Bild zeigt eine Suche nach “Jobs” in “Reinfeld” in den “letzen 3 Tagen” – die Stellenanzeige dazu wurde auf der eigenen Website veröffentlicht, anstatt auf einem kostenpflichtigen Stellenportal wie Stepstone oder Monster.

Nach Veröffentlichung der Stellenanzeige dauerte es keine Stunde und Google hatte diese erfasst – jetzt wird der Job in den Such-Ergebnissen angezeigt (linkes Bild). Alte Stellenanzeigen, die tiefenschaerfe / S. Braun-Speck auf der Online-Schülerzeitung erkant.de möglich gemacht hat, werden auch in der Google-Suche gefunden (rechtes Bild).

 



Viele Websites können leicht für Google-for-Jobs fit gemacht werden.

Damit offene Stellen, genauso wie anderer Content und Website-Inhalte, bei Google gefunden werden können, muss die jeweilige Website:

  1. Google technisch bekannt sein, z.B. durch eine dort registrierte Sitemap und/oder robots.txt (machen die Webdesigner in der Regel)
  2. dem Standard zur Strukturierung von Web-Inhalten entsprechen, auf den sich die Suchmaschinenbetreiber bereits vor Jahren geeinigt haben. Für Stellenausschreibungen wurde ein eigener Standard definiert.

Dieser Standard (siehe schema.org) ist nicht automatisch auf jeder Website oder jedem Jobportal / Stellenbörse enthalten, kann aber in der Regel schnell eingerichtet werden. Dazu ist meistens nur das Hochladen und Einrichten eines kleinen Plug-ins notwendig. Ein Plug-in ist ein kleines Zusatzmodul, das die Website-Software (i.d.R. ein Content-Management-System wie WordPress, Joomla, Contao, Typo3, Drupal, etc) um bestimmte Funktionen erweitert. Hier notwendige Plug-Ins liefern das, was Google an strukturierten Daten haben möchte (siehe Anleitung von Google).

Bei WordPress, womit tiefenschaerfe / Susanne Braun-Speck Websites und Online-Portale entwickelt, ist die Installation eines Google-for-Jobs konformen Job-Plugins ganz leicht und dauert nicht lange. Dabei sind viele Varianten möglich: eine einzige Jobseite innerhalb der Website, bis hin zu einem großen, vollfunktionalen Jobportal (siehe Beispiel – klick).

Was nunmehr allerdings noch mehr ins Gewicht fällt, sind SEO & Content-Marketing.

Bisher wurde fast “nur” Content, also Website-Inhalte, für Suchmaschinen optimiert. Jetzt wird SEO und die dazu gehörenden Content-Regeln aber auch für Stellenanzeigen notwendig werden. Dazu brauchen Arbeitgeber Content-Manager und/oder SEO-Berater, die die Inhalte von Stellenanzeigen, etc so aufbereiten, dass sie von Google gefunden und möglichst weit vorne in den Suchergebnissen gelistet werden.