Auszug aus der Presse-Info der Otto-Brenner-Stiftung, Frankfurt/Main, den 13.6.2018.

Sie schreiben Content – online, im Internet, in eigenen Online-Blogs oder für digitale Medien-Formate. Wie ähnlich sind sich Journalisten und Blogger in Deutschland? Diese Frage hat eine von der Otto-Brenner-Stiftung (OBS) geförderte Studie der Ostfalia Hochschule untersucht. Ergebnis: Sie sind sich ähnlicher als zuvor angenommen!

„Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten“ ist die erste empirische Untersuchung, die beide Gruppen vergleicht.

Für Journalisten und Blogger steht die Information im Vordergrund. Allerdings will die „Blogosphäre“ darüber hinaus eher unterhalten, so ein Ergebnis der Studie, während Journalisten die Punkte „Kritik und Kontrolle“ in ihrer Arbeit besonders wichtig sind. Blogger legen größeren Wert auf die persönliche Perspektive und sich selbst, während für Journalisten eine neutrale Berichterstattung aus Sicht des Beobachters von Bedeutung ist.

Blogger werden von ihrem Publikum oft als authentischer wahrgenommen. Zugleich setzen sie sich damit aber auch dem Vorwurf der Eitelkeit und Unprofessionalität aus, steht in der Studie beispielsweise geschrieben. Die innovative Untersuchung, in der erstmals sowohl Produzenten als auch Nutzer journalistischer (Blog-) Beiträge untersucht wurden, identifiziert weitere Unterschiede.

  • Während Blogger ihren Leser den größten Einfluss auf ihre Arbeit zuschreiben, sehen sich Journalisten am stärksten durch ihre Vorgesetzten beeinflusst.
  • Die Publikumsorientierung und -interaktion fällt im journalistischen Berufsalltag deutlich geringer aus, als im Blog-Alltag.

Die Studie kostenfrei bestellen, lesen, downloaden: https://www.otto-brenner-stiftung.de

Olaf Hoffjann, Oliver Haidukiewicz: Deutschlands Blogger – Die unterschätzten Journalisten; OBS-Arbeitsheft 94, Frankfurt am Main, Juni 2018