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Ob nun selbstgemachte Handarbeit, sexy Negligé, teure Uhr oder ein wertvolles Erbstück aus Oma´s Zeiten – wer freut sich darüber? Was ist schiefgelaufen, wenn ein Geschenk überreicht wird und der Beschenkte nur ein mühsames „Danke“ über die Lippen bekommt und seine Enttäuschung kaum verbergen kann?

Der Köder soll dem Fisch, nicht dem Angler schmecken!

Dieser Spruch wird oft im Marketing und auch WebDesign zitiert. Ob als Werbetreibender oder Schenkender müssen Sie sich also fragen: Wer ist die Zielperson? WEM soll das Geschenk gefallen? Mir oder der beschenkten Person?

Tatsächlich ist es ein weitverbreitetes Phänomen und wahrlich keine Seltenheit, dass Menschen etwas verschenken, was ihnen selbst gefällt oder sie selbst gebrauchen könnten. Ich kann mich z.B. noch gut daran erinnern, wie meine Mutter mir vor ein paar Jahren ein gehäkeltes Weihnachtsdeckchen schenkte und mich erwartungsvoll beobachtete.

Ich holte tief Luft, war entsetzt über diese Geschmackslosigkeit und sagte: “Sorry, nicht mein Stil” – meine Ehrlichkeit kam nicht gut an. Meine Mutter war enttäuscht über ihre Tochter und meinte, dass wir irgendwie völlig anders ticken. Herrje – da hatte ich als Beschenkte etwas falsch gemacht. Ich???

Oder die braune Cartier-Uhr, die mir mein Ex-Mann mal geschenkt hat. 2 1/2 tausend Euro teuer, ein Luxus-Objekt, das sowas von altbacken und überhaupt nicht mein Stil war … Ich trug damals keine Armband-Uhren, noch nicht einmal Schmuck. Wieso schenkte er mir ein Uhr?

“Das ist eine echt wertvolle Uhr, nun freu dich doch mal!”, forderte er mich auf. Ich drehte das teure braun-goldene Markending in meinen Händen, legte es um den Arm und konnte mir nicht verkneifen, zu sagen: “Das ist ein Design im Stil meiner Oma!” Mein Ex-Mann liebte Uhren – ich nicht. Er hat also seine Wünsche zu meinen gemacht und irgendwie mein Alter vergessen …

Die Enttäuschung war beidseitig groß und das Geld verschwendet: die teure Uhr liegt bis heute ungenutzt im Schrank.

Nicht selten passiert das auch Firmen, die Werbung betreiben, wozu z.B. auch eine Website gehört. Ihr eigener Geschmack soll Inhalt und Design bestimmen? Oder das der möglichen Kunden? Wem soll etwas angeboten werden? Ein einfaches Beispiel: Ein männlicher Unternehmer bietet Produkte für Hausfrauen an. Hat die Website dann jetzt – seinem Stil entsprechend – maskulin auszusehen? Oder ist es werbewirksamer, eine Website im Hausfrauen-Stil zu gestalten? Letzteres natürlich!

Und wie kann nun das passende Geschenk gefunden werden?

  • Zuerst: Machen Sie sich frei von Ihren eigenen Wünschen!
  • Danach: Nutzen Sie eine Marketing-Methode: analysieren und definieren Sie die Zielperson!

Fragen Sie sich, wer Ihre Zielperson genau ist, mit dem Ziel, deren Wünsche zu erfüllen und nicht die eigenen! Stellen Sie sich z.B. folgende W-Fragen:

  • Ist die Zielperson männlich oder weiblich? Wie alt ist sie?
  • Welche Interessen und Hobbys hat sie/er?
  • Was ist im Umfeld der Zielperson gerade total in oder schon ein längerer Trend?
  • Worüber spricht diese Zielperson häufiger?
  • Was hat sie bei Freunden oder Nachbarn ehrlich bewundert?
  • Wollte sie/er sich in letzter Zeit mal was kaufen, hat das aber nicht getan (z.B. weil Geld dafür gerade nicht übrig war)?
  • Was sind die Lieblingsfarben der Zielperson?
  • Macht sie Sport oder wollte schon immer mal was ganz Bestimmtes neu anfangen?
  • Was liebt und tut die Zielperson gerne?

Viele Fragen, wodurch vielleicht die richtigen Geschenkideen entstehen!

Ihre Firmen-Werbung soll natürlich die potentiellen Kunden erreichen?

Die Zielgruppen-Analyse für Marketing-Maßnahmen, u.a. für Websites, stellt ähnliche Fragen. Sprechen Sie uns dazu gerne an!

 

Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern kann nicht gedeckt werden – Bewerber fehlen. Firmen versuchen oft monatelang bestimmte Stellen zu besetzen; manchmal ohne Erfolg. Das bedeutet für sie: Unzufriedene Kunden; Aufträge ablehnen müssen; Dauerstress und: kein Wachstum. Wie lösen kleine Arbeitgeber und Mittelständler das Problem?

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (kurz: BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – steht auf dem höchsten Stand aller Zeiten, bei: 206 Punkten (12/2015). Und: Die Arbeitslosigkeit bewegt sich auf dem niedrigsten Stand seit 24 Jahren! Deshalb hoffen einige Branchen aktuell auf die Belebung des Arbeitgebermarktes durch bleibende Flüchtlinge. Doch bis diese wenigstens unsere Sprache erlernt und eine Arbeitserlaubnis erhalten haben, werden noch circa 1,5 Jahre vergehen *1. Andere Branchen rekrutieren schon lange (zum Beispiel Pflegekräfte) aus dem europäischem Ausland.

Aber was nutzt Arbeitgebern kurzfristig?

analyse-grünWie können sie Mitarbeiter gewinnen? Welche Fehler werden gemacht? Susanne Braun-Speck, IT-affine Marketingberaterin (www.tiefenschaerfe.de) erzählt: „Gerade in der letzten Woche hatte ich verschiedene Gespräche mit Arbeitgebern. Dabei ist mir Einiges aufgefallen!“

Einer der Arbeitgeber aus Stormarn erzählte: „Wir suchen jetzt seit fast einem Jahr einen Mitarbeiter für diese Stelle! Unglaublich, dass sich keiner bewirbt.“ Braun-Speck hinterfragte das wie folgt: „Wo haben Sie die Stellenbeschreibung denn veröffentlicht?“ Die Antwort war kurz: „Auf unserer Website!“ „Und sonst?“ „Nirgendwo. Vor Weihnachten haben wir die Stelle dann auch beim Arbeitsamt eingetragen. Dadurch kamen jetzt zwei Bewerbungen aus der Region herein.“

Der Fehler liegt für Braun-Speck auf der Hand: „Eine Stellenanzeige NUR auf einer wenig besuchten Firmen-Homepage (welche vielleicht noch nicht einmal auf Smartphones lesbar ist), wirkt wahrlich nicht werbend. Dadurch wird die Stellenausschreibung nicht umfangreich bekannt gemacht! Weder im realen Leben, noch Online im Internet!“ Logisch klingt, dass sich auf eine nicht verbreitete Stellenanzeige auch niemand bewirbt …

Auf Arbeitgeber-Marketing und Familienfreundlichkeit setzen

beratung_grünUnser Rat gerade für kleine und mittelständische Arbeitgeber lautet: „Nutzen Sie die ganze Palette des Marketings für sich als Arbeitgeber! Marketingmaßnahmen erschaffen die Basis für das Verkaufen der Produkte oder Dienstleistungen einer Firma, die Belebung einer Einkaufsstraße oder einer ganzen Region, und: auch für das Gewinnen und Binden von Mitarbeitern.

fotolia_24919197_957x400Dabei sei die Kunst, sich als Arbeitgeber ein authentisches Image passend zur Zielgruppe zu erarbeiten; indirekt zu werben und in der Region einen „Namen“ zu haben. So wie eine Marke ein einzigartiges Profil haben muss, so müssen – in heutigen Zeiten – auch Arbeitgeber so ein Profil aufzeigen.

Perfektion ist langweilig. Charakter ist gefragt.

Kleine Arbeitgeber mögen denken: Das ist zu teuer. Aber ich glaube: (teure) Perfektion ist langweilig. Wie ein ebenmäßiges, schönes Gesicht. Wenn Sie Menschen mit Falten mögen, dann wissen Sie was ich meine: Es geht um Stil, Einzigartigkeit; gelebte Geschichte – um Charakter eben. Den hat man oder kann ihn herausarbeiten.“

Dieses Profil herauszuarbeiten, bedeutet harte Arbeit. Aber es gibt auch leichtere Maßnahmen, um als Arbeitgeber interessanter zu werden und dem Mitbewerb ein Schnippchen zu schlagen! „In handwerklichen Berufen ist z.B. ein schöner heller Pausenraum ein Plus oder regelmäßige Betriebsfeiern – worüber natürlich öffentlich berichtet und bestenfalls im Social Web diskutiert werden muss. In kaufmännischen Berufen z.B. profitieren Arbeitgeber erheblich davon, wenn sie tatsächlich familienfreundliche Arbeitsverhältnisse anbieten. Wichtig ist hierbei, das sowas nicht nur Schein ist, sondern wirklich gelebt wird. Maßgefertigte mutterfreundliche Maßnahmen helfen, sich die besten Frauen von den Spielplätzen in die Betriebe zu locken!“

Betriebe tatsächlich familienfreundlich zu gestalten, ist ein Traum von Braun-Speck – gerne würde sie helfen. Zu guter Letzt gibt es noch Guerilla-Marketingmaßnahmen, die bei der Personalsuche und -bindung helfen können. Aber das hier zu erörtern, würde den Rahmen sprengen.

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Weitere Infos und Quellenangaben:

*1 Eine Arbeitserlaubnis erhalten Flüchtlinge, nachdem sie z.B. 18 Monate im Land geduldet wurden oder wenn sie anerkannte Asylbewerberinnen und -bewerber geworden und vom Bundesamt einen positiven Bescheid (= Aufenthaltstitel) erhalten haben. Dann dürfen sie grundsätzlich uneingeschränkt als Beschäftigte arbeiten und auch einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Für alle Anderen (Geduldete, Nichtausgewiesene, etc) wird im Einzelfall von der Agentur für Arbeit und/oder der Ausländerbehörde entschieden. Eine Berufsausbildung, Praktika zu Weiterbildungszwecken, Freiwilligendienst oder die Arbeitsaufnahme von Hochqualifizierten ist ohne Zustimmung durch die Arbeitsagenturen nach 3 Monaten in D möglich. (Quellen: www.bamf.de sowie http://dejure.org/gesetze/AufenthG/25.html)

Weitere Quellen-Angaben:

Zum BA-X: https://www.statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Fachkraeftebedarf-Stellen/BA-X/Ba-X-2015-12.pdf

Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 24 Jahren: www.tagesschau.de/multimedia/video/video-145625.html