Beiträge

Durch die in 2014 durchgeführte Online-Umfrage „Probleme beim Finden und Binden von Personal“ auf www.jobhopper.de an der 157 Unternehmen (davon 61% KMU) teilnahmen, wurde deutlich:

57% der gesuchten Bewerber müssen sehr spezialisiert sein. Die Stellenanzeigen dafür zu schreiben, fällt jedem 2. Personaler schwer. Dadurch wird oft lange nach den falschen Mitarbeitern gesucht.

In der Umfrage wurden 7 Themenbereiche mit insgesamt 40 Fragen gestellt. Es ging dabei um grundsätzliche Probleme beim Rekrutieren, den Arbeitsaufwand, Bewerbungswege und – umfeld, Anforderungen, Branche und Lage sowie die Außenwirkung der Betriebe, etc.

Jobs richtig beschreiben leicht gemacht per Pdf-Formular

jobhopper entwickelte 2014 ein Stellenbeschreibungs-Formular dazu. tiefenschaerfe (als Nachfolger von jobhopper) stellt dieses hier – als ausfüllbares Pdf – zur freien Verwendung.

Download-Link anfordern

Anhang / Erläuterungen:

Kernproblem: Die korrekte Job-Beschreibung. Echte Beispiele:

  • Für das Einpflegen von Daten (copy+paste) wird ein Web-Programmierer mit PHP-Kenntnissen, etc gesucht. Falsch: Sowas wäre Aufgabe eines Sachbearbeiters für Datenpflege oder Studenten mit Web-Affinität.
  • Eine günstige Aushilfskraft (Student o.ä.) wird für Social-Media-Maßnahmen gesucht und soll dann als Berufsanfänger hochqualitativen fachbezogenen Content schreiben und veröffentlichen. Das funktioniert nicht … Das Knowhow fehlt und die “Sprache” passt nicht zur Zielgruppe.

Empfehlungen von Personalfachkräften auf XING in 2014:

Susanne Braun-Speck, damals Geschäftsführerin der jobhopper it- & marketing consulting GmbH, stellte nach der Umfrage in einer der XING-HR-Gruppe dieses Thema zur Debatte. Hierdurch wurde erneut klar: Unternehmen müssen sich sehr viel mehr Zeit bei den Vorarbeiten des Personalrekruitings nehmen. Stellen-Anforderungen sollten detailliert mit der jeweiligen Fachabteilung besprochen werden. Dies betrifft Hard- und Softskills ebenso wie menschliche und pragmatische Aspekte, die den Arbeitsalltag beinflussen.

Stefan Leineweber, Geschäftsleiter Business, Andreas Hermes Akademie Bonn, empfahl in der XING-Diskussion z.B.: “W-Fragen sind gut, aber Fragen Sie ruhig unbequem. Beispiel Teamfähigkeit: Woran erkennen Sie am Kandidaten (genau), dass er teamfähig (teamunfähig) ist? Was würde Teammitglied x und was Teammitglied y sagen und erwarten?“ Außerdem sagte Leineweber: „Es ist eigentlich überraschend, wie unbedarft so ein Auswahlverfahren stattfinden kann, dabei geht es auf mehrere Jahre betrachtet immer um eine Millionenentscheidung.“

Petar Atanasov, Institutsleiter, ap-Institut für Wirtschaftspsychologie Leinfelden, diskutierte auch mit und empfiehlt Personalern unter anderem: „Die Beobachtung der Tätigkeiten in der zu besetzenden Stelle aus der Perspektive: „Welche Fähigkeiten muss ein Mensch zwangsläufig ausbilden, wenn er dieses jahrelang tut?“ (Konzentration, Stressresistenz, Kontaktfreude, Kombinationsvermögen, Organisationsgeschick, Chaospilot, hoher Reaktionsgeschwindigkeit usw.)“

“Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!” Dieses Zitat von Albert Einstein nutzen wir bei tiefenschaerfe in abgewandelter Kurzform “Kreativität ist wichtiger als Wissen” ständig. Das aus gutem Grund:

In unserer komplexen Gesellschaft mit komplizierter Technik, undurchdringlichen Strukturen und verstreuten Daten, etc sowie stetiger Veränderung sind Kreativität, Lösungskompetenz und das vernetzte Denken die wichtigsten Fähigkeiten, die Menschen brauchen.

Doch wie können Kreativität und vernetztes Denken gefördert werden?

Mit der Mindmapping-Methode geht es am besten! Diese wenden wir bei tiefenschaerfe beinahe täglich an! Auch zum Beispiel in dem oben abgebildeten “Projekt”: dem Aufbau einer Online-Schülerzeitung. In einem Lehrer-Eltern-Team, zusammen mit 11-17jährigen Schülern, nutzten wir sie vor allem für Team-Arbeit (z.B. um einen Namen und andere Ideen zu finden) und um erste Texte zu entwerfen.

Hier auf dem Bild ist ein Mindmap zum Thema Werbung/Kommunikations-Maßnahmen zu sehen, das nach der handschriftlichen Map in einem Mindmapping-Programm speicherbar nachskizziert wurde.

Wer, was, WIE online schreiben?

Die technische Herausforderung bei der Schüler-Online-Zeitung lag in dem CMS-Berechtigungssystem (welcher Nutzer darf was) und Vereinfachung der Nutzung. So habe ich z.B. einen Sonntag damit verbracht, ein Interview-Formular zu erstellen, das auf Smartphones ausgefüllt und als Blog-Beitrag automatisch veröffentlicht wird. Siehe hier ein Ergebnis; das Formular an sich ist nur von Nutzern mit Passwort sichtbar!

In diesem Zusammenhang fragen Sie sich als Leser vielleicht, warum ich viele Begriffe mit Bindestrich schreibe, wie z.B. Kreativitäts-Förderung?

Bessere Lesbarkeit ist ein Grund, Google der Zweite …

Einer der kleinen Tricks bezüglich Suchmaschinen-Optimierung ist nämlich (was nicht unbestritten ist, ich aber glaube),  das Google den Bindestrich wahrnimmt und zugleich ignoriert.

D.h. das Wort “Kreativitäts-Förderung” wird bei Google so 4-fach gefunden: als ganzes Wort “Kreativitätsförderung” (hier ignoriert Google den Bindestrich), als das, wie es geschrieben wurde: Kreativitäts-Förderung UND einzeln, d.h. die Suchbegriffe “Kreativitäts” und “Förderung” werden durch die Bindestrich-Variante auch bei Google erfasst.

Google ist längst kreativer als die Menschen!

In Fachkreisen werden die ständigen technischen Änderungen von Google genau beobachtet, dies mit dem Ziel, möglichst zu wissen, WIE Google funktionert. Hunderte Kriterien soll es es geben, die das Ranking  (Treffer-Ordnungs-Funktion in Suchmaschinen) eines Suchwortes beeinflussen.

Wer steigt da durch? Ich für meinen Teil versuche es garnicht, sondern benutzte schlichtweg suchmaschinenoptimierte Website-Technik, erstelle möglichst suchmaschinenoptimierte Texte und lasse ansonsten den gesunden – kreativen – Menschenverstand walten.

Interessant fand ich aktuell, was Google mit vermeintlich falsch geschriebenen Begriffen macht. Wie jedes Mal, wenn eine neue Website fertig ist, machte ich den Suchmaschinentest auch mit der Schülerzeitung, also mit dem Begriff “erKant” (siehe Erklärung zum Begriff hier).

Bei der ersten Suche korrigierte Google “erKant” zur üblichen Schreibweise “erkannt von Erkennen”. Auf Kant wie Immunell Kant kam Google dahingehend nicht. Aber … Am nächsten Tag (ich wollte diese Suche noch mal nachstellen und ein screenshot machen) machte Google aus “erkant” den Firmennamen “Markant”.

Ist das nicht spannend? Google kann quasi denken!

Google kann Reime erkennen (erKant – Markant). Sinn erfassen und Rechtschreibung sowieso (erKant – von erkannt, wie erkennen). Google ist eine Maschine – eine kreative. Unfassbar, erschreckend und spannend zugleich.

Kann ich etwas für Sie tun? Schreiben Sie mir!