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Liebe Leser,

in den Herbstferien haben Berufstätige mit Kindern mal wieder eine besondere Doppellast zu tragen. Mich als selbständige Freiberuflerin nervt das – Jahr für Jahr, alle paar Wochen! Homeoffice-Arbeit macht mir das etwas leichter! Und Sie? Als Selbständiger / Unternehmer? Bekommen Sie Beruf & Familie (mit Kindern u./o. Pflegebedürftigen) gut unter einen Hut oder kommt das Privatleben sowieso zu kurz? Ändert sich das in Zeiten der Digitalisierung?

Gerade Unternehmer haben selbst ständig zu tun, arbeiten nicht selten an 7 Tagen/Woche und sind oft im Stress. Zudem leben viele davon ohne Netz und doppelten Boden – ohne soziale Absicherung; manchmal bis zum Lebensende. Ist das so? Neben der Vereinbarkeit von Selbständigkeit und Familie, frage ich mich: Wie sind andere Selbständige sozial abgesichert?

Zu diesen Kernfragen habe ich eine umfassendere Online-Umfrage erstellt (mit 11 Fragen). Machen Sie mit (siehe unten)? 

Das wäre toll! Natürlich auch das “Empfehlen & Teilen” in sozialen Netzwerken, um möglichst viele Umfrage-Teilnehmer zu gewinnen.

vielen Dank und beste Grüße

Susanne Braun-Speck,
Marketing-Fachfrau spezialisiert auf Webdesign & redaktionellen Text (Online-Redaktion, Content-Management / ) -> E-Mail

Dafür mache ich das:

Zur Thematik “Vereinbarkeit 4.0 / Digitalisierung” findet gerade ein booksprint* der Bertelsmann-Stiftung statt, bei dem ganz viele Autoren zusammen ein Buch schreiben. Ich werde Autor von zwei Artikeln sein, einer wird sich um die Thematik “Selbständige und Vereinbarkeit” drehen. Ein booksprint ist eine Methode zum gemeinschaftlichen Verfassen von Büchern, und hat seinen Ursprung vermutlich in der agilen Softwareentwicklung (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Book_Sprint). In einem Kickoff-Meeting, ähnlich einem Barcamp, kamen die Teilnehmer (die Projektleiterinnen von der Bertelsmann Stiftung und wir Autoren) 1x in Berlin zusammen, und überlegten sich Themen und Kapitel zum Kernthema. Wir bildeten Kapitel-Teams und deren jeweiligen “Leader” und arbeiten nun bundesweit – voll digital – an unserem Buch, das im Januar 2019 bereits erscheinen soll. Die Umfrage-Ergebnisse werden in 1 von 2 meiner Artikel genutzt.

Umfrage mit 11 Fragen

(Bitte beachten: Dies ist keine wissenschaftliche Erhebung.)

Diese Umfrage läuft anonym! Bitte seien Sie ehrlich zu sich selbst und geben Antworten, die bestmöglich der Wahrheit entsprechen. Da dieses wichtige Thema viele Facetten und damit entsprechend ausführliche Antworten hat, nehmen Sie sich bitte 5-10 Minuten Zeit dafür. Zusätzlich zum Antworten anklicken (oft sind mehrere auswählbar), können natürlich – unter dem Artikel / am Ende der Seite – Kommentare geschrieben werden.

Wie Andere abgestimmt haben sehen Sie, nachdem Sie Ihre jeweilige Wahl getroffen haben!

Ich bin damit einverstanden, dass meine übermittelten Daten gespeichert werden und stimme der Datenschutzerklärung zu.

Fragen zur Vereinbarkeit & Stress:

Würden Sie lieber mehr Familien- und/oder Freizeit haben? Kurze Antworten:
Wie wirkt Ihre Selbständigkeit auf Sie und Ihre Familie?

Es sind 2 Antworten möglich.

Detaillierte Antworten zur Vereinbarkeit von Beruf & Familie sowie Stress:

2 Antworten sind möglich.

Fragen zur Digitalisierung & familienfreundliche Betriebe:

Halten Sie das Arbeiten zuhause im Homeoffice für ...

Es können bis zu 3 Antworten gegeben werden.

Wie sieht es mit Familienfreundlichkeit in Ihrer Firma oder bei Ihren bei Familienmitliedern aus?

Es ist die Auswahl von 3 Antworten möglich.

Digitalisierung und Arbeit. Wie sehen Sie das im Zusammenhang?

Es sind bis zu 5 Antworten möglich.

Fragen zu Risiken & Sozialversicherungen von Selbständigen:

Halten Sie Ihre Situation als Selbständiger für risikoreich? Warum?

Es können bis zu 3 Antworten gegeben werden.

Sind Sie sozial- und/oder rentenversichert, wenn wie?

Hier sind bis zu 2 Antworten möglich.

Für die Statistik / den Vergleich wer hier mitgemacht hat:

Ihre Position & Firmengröße - Sie sind ...
Sind Sie Mann oder Frau, mit oder ohne familären Anhang? Ggf. Alleinerziehend?

Hinweis: Es sind bis zu 3 Antworten zulässig.

Wie hoch ist in der Regel Ihr Arbeitspensum pro Woche?

Vielen Dank; das war für den Moment die letzte Frage!


Empfang von weiteren Infos:

Sofern Sie im Anschluss / nach Fertigstellung der Umfrage und zur Veröffentlichung des Buches informiert werden möchten, melden Sie sich hier bitte an. Technisch ist das Kontaktformular von der Umfrage getrennt – d.h. es kann auch dann nicht nachvollzogen, wer welche Antworten gegeben hat (Link zur Datenschutzerklärung).

Viele Firmen sträuben sich dagegen, ehemalige Unternehmer festeinzustellen. Diese sprinteten anfangs hochmotiviert in ihre Selbständigkeit hinein, aber: War das eine Entscheidung für ewig? Der eine oder andere möchte nach einer gewissen Zeit zurück ins Angestelltenverhältnis. Doch: Nur wenige Firmen wollen sie haben! Warum? Und was kann helfen?

(Info: Dies ist der mit Abstand der am häufigsten gelesene Artikel von S. Braun-Speck © 2012, Update 2016 im Internet)

Anfangs spannend. Später eine Last?

Was in jungen Jahren spannend und abwechslungsreich wirkte (z.B. das viele Reisen oder immer wieder neue Auftraggeber) verliert irgendwann an Reiz oder wird schlichtweg zur Last. Die Familie im Norden, der Kunde im Süden. Abreisen am Sonntagnachmittag, wenn die anderen es sich erst so richtig gemütlich machen. Flexibel sein und sich schnell in neue Aufgaben hineindenken können, mögen ja wertzuschätzende Fähigkeiten sein, aber: irgendwann ist jeder mit Infos und Neuem überfrachtet. Jeder braucht mal Ruhe und mehr Gelassenheit im Job und nicht immer Projekte, deren Zeitziel meist zu knapp kalkuliert wurde oder mehrere Aufträge, die parallel laufen.

Unternehmerische Risiken erfordern starke Nerven & einen langen Atem

Einige Selbständige sind Einzelunternehmer, z.B. freiberufliche Berater. Andere werden „richtige“ Unternehmer, bauen eine Firma mit Angestellten auf, doch: jede Form der Selbständigkeit birgt unternehmerische Risiken – kurzfristige und langfristige.

Wird ein Freelancer krank, verdient er von heute auf morgen kein Geld mehr. Denn: Auftraggeber bezahlen NUR, wenn auch tatsächlich gearbeitet wird. Nach 6 Wochen übernimmt vielleicht – wenn vorhanden – eine Krankentagegeldversicherung die Einkommenszahlung. Und langfristig? Was ist beispielsweise mit der Rente?

Mag sein, dass das geltende Rentenkonzept in Deutschand mangelhaft ist, aber dennoch birgt es ein gewisses Maß an Existenz-Sicherheit – Selbständige sind hier meist nicht versichert. Oder vielleicht steht die Familieplanung an? Sicherheit und planbare Strukturen werden dann gebraucht – Risiken würden das Familienleben nur belasten. Oder der jeweilge Berater meint, er hätte jetzt ausreichend Erfahrungen gesammelt und könne damit nun zielgerichteter für einen Arbeitgeber wirken.

Oder, oder, oder – es gibt viele Gründe, warum Selbstständige zurück ins Angestelltenverhältnis gehen möchten.

Vielleicht ist es nur der Traum davon, – wie Arbeitnehmer – regelmässig Urlaub machen zu können?

Doch leider bestätigt eine Umfrage der jobhopper & consulting GmbH aus 2013 (jetzt: tiefenschaerfe) die allgemeinen Vermutungen:

Firmen wollen langjährige Selbständige selten im Unternehmen haben.

Was spricht dafür und was spricht dagegen, z.B. ehemalige Berater fest einzustellen? Die Umfrage, an der freiberufliche Berater sowie Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen größtenteils anonym teilnahmen, macht deutlich:

  • Nur sehr wenigen Firmen mangelt es an Vorbehalten – es sind meist Beratungsfirmen, Systemhäuser, u.ä. die offen für ehemalige Berater sind.
  • Einzig Vertriebsprofis scheinen es nach einer Selbständigkeit leicht zu haben, einen Job als festangestellte Vertriebsmitarbeiter zu bekommen.
  • Desweiteren ist es bedeutsam, WIElange jemand auf eigenen Beinen stand. Ist jemand nur wenige Monate bis hin zu 1 Jahr selbständig gewesen, rutscht er leicht in ein Unternehmen. Häufig in das, welches ihn zuletzt beauftragt hatte. Ähnlich wie bei Zeitarbeitern.

Auch Spezialisten, die sich schnell als “Fachidioten” entlarven, wissen selbst und mögliche Arbeitgeber auch, dass sie lieber + besser ihren Fachaufgaben nachgehen, als sich mit den “lästigen” Aufgaben des Unternehmertums zu beschäftigen (Planung & Verwaltung, Finanzen, Buchhaltung, Steuern, etc) – ihnen wird eher gelaubt, dass sie sich als Fachmann in ein Team von Angestellten eingliedern können.

Eingliederbar oder autarke Einzelgänger?

Aber: Die “richtigen” Unternehmer mit Mitarbeitern sowie LANGjährige freiberufliche Berater müssen häufig die Erfahrung machen, dass sie als Nicht-Eingliederbar und Nicht-Teamfähig gelten. Arbeitgeber glauben, es sei nachteilig, sich einen Unternehmer ins Unternehmen zu holen. Dass diese Entscheidungen selbst treffen möchten und sich nicht unterordnen können; dass ihnen das Korsett der Festanstellung zu eng ist.

Ja, es wurde ehemals Selbständigen in der Umfrage sogar vorgeworfen, nur aus Not einen festen Job zu suchen und/oder überzogene Ansprüche zu haben (u.a. in punkto Gehalt). Ganz leise, eher nebenbei erwogen viele der Umfrageteilnehmer, dass die Führungskräfte in den Unternehmen Angst vor gestandenen Persönlichkeiten haben und sich diese nicht unterordnen können oder wollen – es könne zu Machtkämpfen kommen. Auch wurde deutlich, dass ehemalige Berater & Co. schwerer zu führen und weniger loyal sein sollen – ist das so?

Oder überwiegen vielleicht die Vorteile der ehemals Selbständigen?

Ihre Erfahrungen aus diversen Unternehmen und Branchen; ihre selbständige Arbeitsweise; ihre vermeitliche Durchsetzungkraft; ihr Willen, Vorhaben schnell voranzutreiben, anstatt von Meeting zu Meeting von Instanz zu Instanz in langwierigen Prozessen diese fast verebben zu lassen … Und der Sorge, sie könnten sich nicht unterordnen, lässt sich leicht begegnen: Arbeitgeber könnten sie in leitenden Positionen einsetzen: als Team-, Projekt- oder Abteilungsleiter. Hier werden ihre Fähigkeiten, die sie als Selbständige erworben haben, gebraucht.

Ein Moderator der Gruppe “InterimManagement” bei XING, meint: “Kaum ein Arbeitgeber scheint sich bewusst zu sein, dass man als Selbstständiger quasi dauerhaft “Probezeit” hat, ergo durchweg bessere Arbeitsqualität abliefern und sich viel besser organisieren muss, als Arbeitnehmer. Das würde natürlich auch weiterhin funktionieren, sehr zum Nutzen eines Arbeitgebers – doch: nur viele sehen nur die möglichen Probleme statt der Chancen.”

Alles nur Vermutungen oder stichhaltige Erfahrungswerte?

Dieser Bericht basiert auf einer nichtwissenschaftlichen Umfrage. Doch: Kaum jemand wird abstreiten, dass in unserer Gesellschaft grundsätzlich eher die negativen Merkmale jedweder “Medaille” betrachtet und die positiven Seiten weniger beachtet werden – wieviele Chancen und Möglichkeiten gehen dadurch verloren?

Ein Trugschluss ist sicherlich die fehlende Integrationsfähigkeit. Denn: Freiberufliche Berater, die häufig ihre Auftraggeber wechseln, müssen sich immer und immer wieder in neue Teams einfügen. Eine ideale Vorraussetzung, um sich einem neuen Chef unterzuordnen …

Autorin des Artikels ist Susanne Braun-Speck, ehemalige Vermittlerin von IT-Freelancern, heute als WebDesignerin & Marketing-Coach tätig -> Kontakt

Der (Arbeits-) Markt ändert sich ständig; das Internet hat die Mitarbeitersuche revolutioniert. Employer Branding ist in aller Munde. Doch: Probleme beim Finden und Binden von Personal gibt es dennoch. Warum? Was sind die häufigsten Gründe dafür?

Das Folgende sind die Ergebnisse unserer Umfrage in 2014 (damals auf jobhopper.de)

Mehrfach-Nennungen waren möglich!

1. Welche grundsätzlichen Probleme sehen Sie beim Personalrecruiting?

  • Bewerber müssen sehr spezialisiert sein (hohes Fach- oder Branchenwissen) (29%, 90 Votes)
  • Fachkräftemangel; es gibt die Gesuchten nicht am Markt (22%, 69 Votes)
  • Es dauert viel zu lange, offene Positionen zu besetzen (19%, 58 Votes)
  • Es bewerben sich zu wenige auf Stellenangebote (17%, 53 Votes)
  • Personal auf Dauer zu halten, ist schwierig; die Fluktuation hoch (12%, 37 Votes)

Total Voters: 157


2. Wie steht es um Ihren Arbeitsaufwand beim Recruiting?

  • Die Jobs fachlich richtig zu beschreiben, fällt oft schwer. (37%, 71 Votes)
  • Wenn wir neue Projekte aufsetzen, ist der Staffing-Aufwand zeitweise ziemlich stressig. (29%, 56 Votes)
  • Wir erhalten meistens zu viele Bewerbungen = zu hoher Arbeitsaufwand bei Vorauswahl (18%, 35 Votes)
  • Bei uns gibt es zu wenig interne HR-Mitarbeiter. (16%, 30 Votes)

Total Voters: 143


3. Treffen einige der folgenden Punkte intern zu?

  • Wir suchen in d.R. Vollzeitmitarbeiter, weniger Teilzeit. (26%, 87 Votes)
  • Wir suchen überwiegend Kollegen im “besten Alter” (zw. 25+45j) (15%, 51 Votes)
  • Wir arbeiten u.a. mit externen Mitarbeitern auf Zeit (Freelancer, Berater oder Zeitarbeiter). (14%, 47 Votes)
  • Arbeitszeiten sind bei uns flexibel gestaltbar. (13%, 43 Votes)
  • Bei uns bewerben sich alle ONLINE, über ein Portal. (11%, 39 Votes)
  • Meistens schreiben wir befristete Jobs aus. (8%, 27 Votes)
  • Mitarbeiter können auch Zuhause (im homeoffice) arbeiten. (7%, 24 Votes)
  • Unternehmens-Sprache ist bei uns nicht Deutsch, sondern Englisch (o.a.) (7%, 23 Votes)

Total Voters: 136


4. Ist Ihr Umfeld problematisch? Die Lage? Die Branche?

  • unsere Branche hat ein schlechtes Image (38%, 54 Votes)
  • Es ist schwer, bezahlbare & schöne Immobilien i.d. Nähe zu finden. (28%, 40 Votes)
  • unser Firmensitz ist auf dem Land, liegt abseits (18%, 25 Votes)
  • Bus- und Bahnanbindung fehlen (9%, 13 Votes)
  • es gibt keine guten Schulen/Familienangebote in der Nähe unserer Firma (7%, 10 Votes)

Total Voters: 109


5. Wie sieht es mit Ihrer Außenwirkung aus?

  • Man kennt uns nicht (zu klein oder nur regional tätig oder zu speziell) (21%, 54 Votes)
  • Ich selbst würde meine Firma Freunden und Bekannten sehr empfehlen. (18%, 48 Votes)
  • Über unsere Firma steht recht viel im Internet. (15%, 39 Votes)
  • Unsere Branche ist eine “Männerdomäne”. (15%, 39 Votes)
  • Die Jobs, die wir ausschreiben, sind nicht besonders beliebt (Image, Arbeitszeiten,Stress)). (13%, 34 Votes)
  • Wir bieten interessante Aufstiegs- und Weiterentwicklungs-Möglichkeiten an. (10%, 27 Votes)
  • Es kursieren schlechte Arbeitgeberbewertungen über uns im Internet (8%, 21 Votes)

Total Voters: 125


6. Wie steht es um die Bewerber bzw. deren Qualifikation?

  • Gehaltsvorstellungen zu hoch (21%, 64 Votes)
  • Bewerber sind zu schlecht oder falsch qualifiziert (19%, 58 Votes)
  • Kernkompetenzen der Bewerber sind unklar (15%, 46 Votes)
  • Bei uns müssen die meisten ein abgeschlossenes Studium haben (15%, 46 Votes)
  • Bewerber sind nicht reisebereit und unflexibel (13%, 40 Votes)
  • Unterlagen / Lebensläufe sind schlecht aufgebaut (10%, 31 Votes)
  • Fremdsprachenkenntnisse sind nicht ausreichend. (7%, 23 Votes)

Total Voters: 127


7. Für die Statistik nachträglich (nach 35 Votes) hinzugefügt … Ihre Firma zählt zu den

  • Mittelständlern (11-500 MA) (59%, 60 Votes)
  • Großunternehmen (+ 501 MA) (24%, 24 Votes)
  • Kleinunternehmen (1-10 MA) (9%, 9 Votes)
  • dies innerhalb eines weltweiten Konzerns (+20.000 MA) (9%, 9 Votes)

Total Voters: 99