Armierungsgewebe stabilisiert und schützt Fassaden

Armierungsgewebe, auch Putz- und WDVS-Gewebe genannt, besteht in der Regel aus einem netzartigen Glasfasergewebe. Es wird zum Armieren von Fassaden bzw. zur Putzbewehrung verwendet.

Grundsätzlich können Gips und Putzmörtel auch ohne Gewebe zur Sanierung von Fassaden eingesetzt werden. Aber insbesondere auf nicht oder schlecht haftenden Untergründen wie Metall, Mischmauerwerk, WDVS, Altputzen, etc ist es ratsam, in den Putz eine Armierungschicht einzulegen. Putzgewebe kann ebenfalls auf Alt-Anstrichen, Beton, Holzwolle und anderen Dämmstoffen vewendet werden.

Anwendungsbereiche

Armierungsgewebe wird außen als Außenputzgewebe und innen als Innenputzgewebe in Putz eingearbeitet und verringert vor allem die Zugspannung. Es dient als:
• Risswiderstand, um neue Putze vor Rissbildung zu schützen
• in der Fassadensanierung zum Ausbessern von Putz- und Mauer-Schäden
• Bewehrung von Wärmeverbundsystemen (WDVS)
• stabilisierender Untergrund auf flexiblen Bauteilen
• als Rissbrücke im Innen- und Außenbereich
Eigenschaften des Armierungs- bzw. Putz-Gewebes
• nicht wasserquellend (imprägniert)
• Alkaliresistent (d.h. es löst sich NICHT im Kontakt mit Laugen (Basen) auf)
• Reiß- und Schiebefest

Armierungsarten:

Innenputzgewebe, Vollwärmeschutzgewebe, Außenputzgewebe, Panzergewebe und auch kundenspezifische Gewebe. Das durchschnittliche Armierungsgewebe ist circa 165 g/qm schwer; vergleichbar mit dickem Druckerpapier („normales“ Papier hat ein Gewicht von 80g). Der Durchmesser der Maschen dieses netzartigen Gewebes liegt bei 4 – 12 mm.

• Ein Armierungsgewebe mit geringerem Flächengewicht und kleinerer Maschenweite (5 mm) wird beim Verarbeiten von glatten und leicht tragbaren Untergründen verwendet und ist somit für den Innenputz geeignet.
• Armierungsgewebe mit höherem Flächengewicht und größerer Maschenweite (10 mm) wird beim Verarbeiten von rauen und unebenen Untergründen verwendet und wird als Außenputzgewebe verwendet.

Praktische Anwendung:

Je nach Untergrund und Kundenwünschen verwenden Sie
• Grob- oder Feinputz,
• Innen- oder Außenputz-Mörtel,
• kunstharzhaltigen oder ökologischen Putz,
• Trockenraum- oder Feuchtraumgeeigneten Putz oder Gips

1.Schritt: Grundierung auf die jeweilige Fassade oder Innenwand auftragen.
2. Schritt: Die erste Putzschicht sollte 2/3 der Gesamtputzdicke haben. D.h., wenn Sie von einer Putzdicke von 9 mm ausgehen, beträgt die 1.Putzschicht 6 mm. Der Putzmörtel oder Gips muss glatt und faltenfrei aufgezogen werden.
3. Schritt: Armierungs- bzw. Putzgewebe aufbringen: Legen Sie dazu Gewebebahn für Gewebebahn auf die noch feuchte erste Putzschicht auf und drücken sie leicht an. Arbeiten Sie dabei NICHT auf Stoß, sondern lassen die Bahnen überlappen.
4. Schritt: Ziehen Sie jetzt die 2. Putzschicht auf und glätten die Oberfläche sorgfältig. Die 2. Putzschicht beträgt von der Dicke her ungefähr 1/3 der Gesamtdicke.

Tipp der Redaktion:
Nicht vergessen: Arbeiten Sie immer nass-in-nass bzw. frisch-in-frisch und lassen Gewebebahnen jeweils 10 cm überlappen!

Shop-Produkte:

Made-in-Germany! Im Shop von xxx finden Sie TEXTOLAN® Qualitäts-Armierungsgewebe vom deutschen Hersteller TG-Textilglas GmbH in Thüringen (seit 1988 auf dem Markt).

  • Universalgewebe 105 g/m²
    Das Gitterglasgewebe hat eine Maschenweite von 7 x 7 mm auf und ist für den Innen- UND Außenputz geeignet. Es wird vor allem bei Fassaden ohne Dämmstoffplatten im Außenbereich zur Vermeidung von Rissen im Oberputz eingesetzt.
  • Außenputzgewebe 145 g/m²
    Das Gewebe hat eine Maschenweite von 10 x 10 mm auf und wird vor allem bei Fassaden ohne Dämmstoffplatten im Außenbereich zur Vermeidung von Rissen im Oberputz eingesetzt.
  • Panzergewebe 330 g/m²
    Panzergewebe wird als zusätzliche Armierung in stoßgefährdeten Bereichen eingesetzt und ist besonders Zug- und Reißfest. Maschenweite: 9 x 12 mm
  • … und viele Weitere
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