Blogs sind Online-Kommunikations-Instrumente, die technisch denen von Websites gleichen. Sie verbreiten sich auch in Deutschland immer mehr.

Das Blog (im Sprachgebrauch: der Blog) oder auch Weblog (eine Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch), ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbare Internet-Publikation, sowas wie ein Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, Aufzeichnungen führt, Geschichten erzählt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.

Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Der Herausgeber oder Blogger steht, anders als etwa bei Netzzeitungen, als wesentlicher Autor über dem Inhalt.

Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet.

Charakteristisch für Corporate bzw. Firmen Blogs ist, dass sie dazu dienen, Kommunikations- oder Marketingziele des Unternehmens zu verfolgen. Dies auch als Basis für die Verbreitung gewünschter Informationen in Social-Media-Kanälen.

Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig hat grundsätzliche Formen & Funktionen identifiziert:

  1. Das Knowledge-Blog wird in der Regel unternehmensintern übers Intranet geführt und dient Mitarbeitern zum Informationsaustausch, zur Wissensweitergabe oder -vermittlung. Dies Form kann vor allem in kleinen Unternehmen den klassischen E-Mail-Verteiler und komplizierte Wikis ersetzen.
  2. Das Azubi- oder Mitarbeiter-Blog schafft eine Plattform für die Betriebsangehörigen. Durch subjektive Beiträge aus der Mitarbeiter-Perspektive entstehen Nähe und Authentizität. Themen können Erfahrungen, Ausflüge, Kollegen-Treffen, Weiterbildungsangebote, Personensvorstellungen, Neuigkeiten und Reaktionen auf Personalwünsche sein. So ein Blog erzeugt im günstigsten Fall ein Gemeinschaftsgefühl und damit Vertrauen bei (neuen) Mitarbeitern.
  3. Das Produkt-Blog unterstützt die Imagebildung einer Marke oder eines Produktes und ist am ehesten mit der klassischen Werbung vergleichbar. Es ist vor allem für unbekannte Unternehmen mit innovativen Produkten interessant, um ins Gespräch zu kommen. Sie können damit aber auch bestehende Kundenkontakte verbessern, neue Kunden durch Mundpropaganda gewinnen oder das Produkt mithilfe der Leser weiter verbessern.
  4. Das Service-Blog. Das Konzept: zusätzlicher Kundenservice durch aktualisierte Produktinformationen sowie mehr Hintergründe dazu. Hierbei liegt der Fokus noch stärker auf dem Produkt als auf dem Image. Das Blog bietet Kunden aber auch die Chance, zu reklamieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.
  5. Das Kampagnen-Blog ist ein zeitlich begrenztes Blog, das in Projektform Werbekampagnen begleitet. Es kann im Vorfeld Aufmerksamkeit schaffen oder Teil laufender Kampagnen sein. Zudem bietet es Gelegenheit zur dramaturgischen Gestaltung, Motto: „Noch zehn Tage – dann beginnt hier ein neues Zeitalter!“
  6. Das Projekt-Blog dient dazu, Projektarbeiten zu begleiten und den Fortschritt zu dokumentieren. Damit schafft es zugleich Grundlagen für künftige Projekte. Idealerweise entsteht das (interne) Blog zusammen mit Lieferanten und Geschäftspartnern („Collaboration Blog“). Die müssen nicht zwangsläufig mitbloggen – kommentieren reicht oft schon.
  7. Das Themen-Blog bietet den Unternehmen die Gelegenheit, Kompetenz über ihre Produkte hinaus zu beweisen. Ein Pharmahersteller könnte so beispielsweise über Gesundheitsthemen bloggen (ohne gleichzeitig für seine Pillen zu werben!). Der Typ eignet sich aber auch für kleinere Betriebe und Beratungsunternehmen zur Profilierung.
  8. Das Meeting-Blog kann das klassische Protokoll nach Treffen und Meetings ersetzen – insbesondere, wenn die Meetingergebnisse so auch für abwesende Mitarbeiter transparent werden. Je nach Meetinginhalt, können das Blog oder auch einzelne Artikel passwortgeschützt werden.

Lies auch: Bloggen – doch womit? Plattformen getestet

So sieht ein Blog z.B. aus – > https://www.tiefenschaerfe.de/fachartikel-webdesign-marketing/

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.